Stellenausschreibung Ladenkoordination Weltladen Marburg

Der Weltladen Marburg sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine

Ladenkoordinator*in (20 Std./Woche)

Sie wollen mitarbeiten in einem dynamischen Weltladen mit:

  • über 35-jähriger Erfahrung im Bereich des Fairen Handels
  • vielfältigen Bildungsaktivitäten für Kinder und Erwachsene
  • Vernetzungen auf kommunaler, hessischer und bundesweiter Ebene

Wenn Sie…

  • ein Fachgeschäft des Fairen Handels kreativ weiterentwickeln und Produkte des Fairen Handels mit Engagement verkaufen wollen
  • im Bereich Einzelhandel Erfahrung haben
  • gerne in einem lebendigen Team aus Ehrenamtlichen und angestellten Mitarbeiter*innen arbeiten
  • Organisationstalent, Kommunikationsfähigkeit und Enthusiasmus mitbringen

… dann freuen wir uns auf Ihre Bewerbung bis zum 18.05.2018 an bewerbungen@marburger-weltladen.de!

Ausführlichere Informationen finden Sie unter:

www.marburger-weltladen.de/stellenausschreibung

Download der ausführlichen Stellenausschreibung als PDF

Neue Veranstaltungsreihe des Weltladens „Postkolonialismus“ im Frühjahr 2018

Am 25. April startet die neue Veranstaltungsreihe des Weltladens. Sie widmet sich mit verschiedenen Vorträgen dem Thema Postkolonialismus.

Das komplette Programm steht hier zum Download bereit.

Der Begriff Postkolonialismus könnte in einem zeitlichen Sinne so verstanden werden, dass der Kolonialismus vorbei und abgeschlossen sei. Dem ist aber nicht so, im Gegenteil: Die langfristigen Auswirkungen, Kontinuitäten und Folgewirkungen kolonialer Strukturen und Politik prägen global immer noch nachhaltig und schwerwiegend Ökonomie, Gesellschaft, Kultur und Politik. Nicht zuletzt sind Rassismus und rassistische Stereotype und Denkmuster gerade in den Gesellschaften der ehemaligen Kolonialmächte bzw. Europas nach wie vor weit verbreitet. Postkoloniale Theorien beschäftigen sich seit der Mitte des 20. Jahrhunderts mit dieser Kontinuität und dem vielfältig verwendeten Begriff Postkolonialismus in ganz unterschiedlichen Wissensgebieten. Diese Theorien stehen dabei immer in Verbindung mit einem klaren emanzipatorischen Interesse an Veränderung: Immer geht es um die Dekolonialisierung sowohl des Denkens als auch der Strukturen, verstanden als ein nötiger und langer Prozess. Für uns als Weltladen, der im Wesentlichen von als Weiß konnotierten und europäischen Menschen getragen wird, kann das Ziel dieser Veranstaltungsreihe aber dementsprechend nicht primär Emanzipation lauten. Vielmehr stehen die kritische Bewusstwerdung über die eigenen Privilegien, die eigene Rolle in einem komplexen System von Privilegien und über eigene stereotype Denkmuster im Vordergrund.

Globale Mittelhessen startet am 26. Januar

Am Freitagabend, den 26. Januar, eröffnet das Dokumentarfilmfestival Globale Mittelhessen 2018 mit dem Film „Grünes Gold – Dead Donkeys Don’t Fear Hyena“ in der Waggonhalle Marburg.

Dazu lädt der Weltladen Marburg als Mitveranstalter der Globale herzlich ein!

Das Festival läuft in diesem Jahr an 11 Orten und bis zum 10. Februar: Marburg, Gießen, Wetzlar, Gladenbach, Bad Nauheim, Saasen, Weilburg, Niederwetter, Dillenburg, Lohra-Damm und Biebertal-Königsberg.

Abgesehen vom Auftakt und den Filmen am Samstag 27.01., die  in der Waggonhalle stattfinden, laufen alle Marburger Filme im Kino Capitol in der Biegenstr. 8.

Das komplette Programm mit allen Spielorten und sonstige Informationen sind zu finden auf www.globalemittelhessen.de. Programmhefte gibt es im Weltladen, im Kino Capitol und an vielen anderen Stellen in der Stadt.

Neue Veranstaltungsreihe des Weltladens „Kolumbien“ im Herbst/Winter 2017

Im Oktober startet die neue Veranstaltungsreihe des Weltladens. Sie widmet sich mit verschiedenen Vorträgen und einem Film dem Land Kolumbien.

Das komplette Programm steht hier zum Download bereit.

Die Veranstaltungsreihe ermöglicht spannende Einblicke in die komplexe politische und soziale Dynamik Kolumbiens. Es ist weltweit das Land mit der zweitgrößten Anzahl an internen Vertriebenen, Folge des über 50 Jahre währenden Bürgerkriegs.
Die Regierung hat mit der linken Guerilla FARC im Jahr 2016 nach jahrelangen Verhandlungen ein Friedensabkommen unterzeichnet. Trotzdem stehen hinter diesem Prozess noch große Fragezeichen. Denn die eigentlichen Ursachen des Bürgerkriegs, wie die extrem ungerechte Landverteilung und die Marginalisierung weiter Teile der ländlichen, indigenen oder afro-kolumbianischen Bevölkerung, dürften auch nach dem Friedensschluss bestehen bleiben. Welche Perspektiven eröfnen sich für Kolumbien nach diesem Abkommen? Beinhaltet es Elemente, die das Land sozial und politisch tiefgreifend verändern können? Und welche Rolle spielen die in Kolumbien traditionell starken sozialen Bewegungen im Friedensprozess?
Die rechtsradikalen Paramilitärs sind gar nicht erst in den Friedensprozess einbezogen, aber eng mit Drogenhändlern und Großgrundbesitzern sowie teilweise auch dem Militär verbunden. Sie tragen Verantwortung für einen großen Teil der Vertreibungen sowie die endemische Gewalt gegen die Landbevölkerung, soziale Bewegungen, Gewerkschaften oder
Menschenrechtsaktivisten. Landgrabbing und Vertreibungen haben aber auch mit einem Wirtschaftssystem zu tun, das einseitig auf den Export agrarischer und mineralischer Rohstofe setzt. So ist Kolumbien zu einem der größten Steinkohleproduzenten weltweit geworden. Dieses exportorientierte Wirtschaftsmodell wird auch gestärkt durch den Freihandelsvertrag,
den die EU 2013 mit Kolumbien abgeschlossen hat.

Faire Woche 2017 vom 15.09. bis 29.09.

Die Faire Woche ist die größte Aktionswoche zum Fairen Handel in Deutschland. Sie fand 2001 zum ersten Mal statt und wird seit 2003 jedes Jahr in der zweiten Septemberhälfte durchgeführt. Die Faire Woche 2017 findet vom 15. bis 29. September zum Thema „Wirtschaftliche Perspektiven für die Produzent*innen im Globalen Süden“ statt. Die Faire Woche informiert bei ihren jährlich 2.000 bis 2.500 Veranstaltungen über den Fairen Handel in Deutschland und weltweit.

Der Weltladen Marburg beteiligt sich an der Fairen Woche!

19. September: Der Regenwaldladen zu Besuch im Weltladen

22. September: 10jähriges Jubiläum des Elisabeth-Kaffees, Vortrag „Das Leben und die Arbeit der Kaffeeproduzentinnen im Hochland von Honduras im Zeichen des Klimawandels“ von Marta Dalila Aguilar Banegas und Cruz Dolores Benitez Espinoza von APROLMA, die zum Jubiläum und zur Fairen Woche zu Gast in Marburg sind.

29. September: Kaffeestand der Steuerungsgruppe Fairer Handel am Marktplatz mit Elisabeth Kaffee zum International Coffee Day