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AUSSTELLUNG (11. bis 25. Nov. 2019)
Die große Gier. Auf der Suche nach einem gerechten Umgang mit Rohstoffen

Wer Rohstoffe abbaut, trägt auch eine Mitverantwortung, unter welchen Umständen diese Rohstoffe gewonnen werden. Doch dies ist leider noch kein Konsens.

Das Schul- und Bildungsprojekt êpa! des Weltladen Marburg und die hessische Fachpromotorin für Globales Lernen, Anna Dobelmann, holen die Ausstellung zu Ressourcengerechtigkeit von INKOTA e.V. nach Marburg!

Vom 11. bis 25. November 2019 wird sie in der Lutherischen Pfarrkirche Marburg zu sehen sein. Als Begleitprogramm planen wir einen Vortrag zu „Bioökonomie & Umweltgerechtigkeit“ (Rosa Lehmann, Anne Tittor) sowie ein Planspiel für Multiplikator*innen des Globalen Lernens.

 

PLANSPIEL: KONFLIKTE UM LAND
Fortbildungsveranstaltung für Multiplikator*innen des Globalen Lernens

Samstag, 16. November 2019,  10 bis 18 Uhr
Wo? Kerner, Luther. Pfarrhof Marburg

Steigende Rohstoffpreise, die Suche nach alternativen Energiequellen oder die Finanz- und Wirtschaftskrise haben die Nachfrage nach Land erhöht. Dies führt vielerorts zu Konflikten zwischen Investor*innen, staatlichen Akteuren und der lokalen Bevölkerung.
Im Planspiel spielen wir diese Konflikte anhand eines fiktiven Beispiels nach. Die Methode wird dabei kritisch reflektiert und kann in die eigene Praxis mitgenommen werden. Willkommen sind Studierende, Lehrer*innen, Aktive in der Bildungsarbeit und alle Interessierten.

Die Referent*innen (Lydia Galonska-Wäldele & Anna Dobelmann) entwickelten das Planspiel im Rahmen der Nachwuchsgruppe „Globaler Wandel – lokale Konflikte? Landkonflikte in Lateinamerika und Sub-Sahara Afrika“ (Glocon) an der FU Berlin.

Die Teilnahme ist kostenfrei.
Anmeldung bis zum 11.11.2019: anna.dobelmann@marburger-weltladen.de

 

VORTRAG: BIOÖKONOMIE & UMWELTGERECHTIGKEIT
Rosa Lehmann & Anne Tittor (Bioinequalities, Uni Jena)

Montag, 25. November 2019,  19 Uhr
Wo? Lutherische Pfarrkirche Marburg

Angesichts des Klimawandels und der spürbaren Endlichkeit natürlicher Ressourcen, vor allem fossiler Rohstoffe, ist eine Energiewende notwendig und in aller Munde. Auch Politiker*innen haben das inzwischen erkannt und treiben den Umstieg auf Windenergie, Agrarkraftstoffe und energieärmere Verkehrsmittel voran.
Eine kritische Auseinandersetzung mit erneuerbaren Energien ist jedoch wichtig: So stellt sich zum Beispiel die Frage, woher die Biomasse und die für die entsprechende Technologie benötigten Rohstoffe für die Wirtschaft des globalen Nordens kommen. Diese Verteilungsfrage und die notwendige Diskussion um Suffizienz in den reicheren Ländern blenden die Debatten um erneuerbare Energien als auch die Bioökonomiestrategien in vielen Ländern aus.

Der Vortrag problematisiert am Beispiel der deutschen, europäischen und argentinischen Bioökonomie-Strategien deren Zielsetzung und Auswirkungen vor dem Hintergrund einer notwendige Transformation der Rohstoffbasis einerseits und der ebenso gebotenen Umweltgerechtigkeit andererseits.