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Konvention der Weltläden

Der Marburger Weltladen ist, wie etwa 450 weitere Weltläden in Deutschland, Mitglied des Weltladen Dachverbands.

Diese Weltläden verpflichten sich, Kriterien für den Fairen Handel, die "Konvention der Weltläden", einzuhalten. Das heißt für jeden Weltladen: für alle Produkte gilt

  1. Sozial- und Umweltverträglichkeit
    d.h. bei der Herstellung bis zur Verpackung sollen menschenwürdige Arbeitsbedingungen, fairer Lohn und der Schutz der Gesundheit von Mensch und Natur gegeben sein.

  2. Transparenz
    d.h. Produzenten, Importeure und Weltläden geben Einblick in ihre Zielsetzung, Arbeitsweise, finanzielle Situation und Handelswege.

  3. demokratische Strukturen
    bei den Produzenten, Importorganisationen und Weltläden fördern partnerschaftliche Verhältnisse untereinander und weitgehende Mitbestimmung ihrer Mitarbeiter.

  4. non-profit-Orientierung
    denn Gewinnmaximierung ist nicht oberstes Ziel des Fairen Handels. Erlöse werden auch für Gemeinschaftsaufgaben und die Stärkung des Fairen Handels verwendet (z.B. Bildung, Zukunftsinvestitionen)

  5. Informations- und Bildungsarbeit
    zu Produzenten und Produkten machen Ungerechtigkeiten im Welthandel deutlich und zeigen Alternativen im Fairen Handel auf.

  6. Kontinuität
    in den Handelsbeziehungen schafft Verlässlichkeit, die der Welthandel sonst nicht bietet. Langfristige Lieferverträge, intensive Beratung und Hilfe zur Weiterbildung ermöglichen feste Einkommen, Schulbildung und Berufsausbildung, medizinische Versorgung und Unabhängigkeit von schwankenden Börsenkursen.

  7. Ergänzungsprodukte
    sind Produkte, deren Hauptrohstoff nicht von Partnern aus dem Fairen Handel stammen (z.B. Grußkarten, Blumen,etc.). Dabei sollte ein inhaltlicher Bezug zu den Produkten des Fairen Handels bestehen. Sie müssen als Ergänzungsprodukte erkennbar sein.