Schlagwort-Archive: Afrika

Globale Mittelhessen vom 20.01. bis 02.02.

Am Freitagabend, den 20. Januar, eröffnet das Dokumentarfilmfestival Globale Mittelhessen 2017 mit dem Film „Les Sauteurs – Those Who Jump“ in der Waggonhalle Marburg.

Dazu lädt der Weltladen Marburg als Mitveranstalter der Globale herzlich ein!

Das Festival läuft in 10 Orten: Marburg, Gießen, Wetzlar, Gladenbach, Bad Nauheim, Heuchelheim, Saasen, Weilburg, Niederwetter und Herborn. Abgesehen vom Auftakt in der Waggonhalle finden alle Marburger Veranstaltungen im Kino Capitol in der Biegenstr. 8 statt.

Das komplette Programm mit allen Spielorten und sonstige Informationen sind zu finden auf www.globalemittelhessen.de. Programmhefte gibt es im Weltladen, im Kino Capitol und an vielen anderen Stellen in der Stadt.

Veranstaltungsreihe Tourismus: Film „Blickwechsel – Sichtweisen auf deutsche Freiwillige“

Dtl. 2014, OmdtU

Regie: Christian Weinert

Meistens prägen nur die persönlichen Erfahrungen, Erzählungen und Berichte von jungen deutschen Freiwilligen das öffentliche Bild von Freiwilligendiensten in afrikanischen Ländern. Aber was denken BegleiterInnen vor Ort über das Kommen und Gehen der deutschen Gäste? In der perspektivreichen Dokumentation schildern Personen in Südafrika, Ghana und Gambia ihre Sichtweisen und Erfahrungen mit deutschen Freiwilligen.

Der Film wird in Anwesenheit des Regisseurs Christian Weinert gezeigt werden, der im Anschluss an den Film für Fragen bzw. eine Diskussion bereit stehen wird.

 

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In Kooperation mit Arbeit und Leben Hessen.
Die Veranstaltungen werden gefördert durch Brot für die Welt und das Land Hessen.
Gefördert von ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des BMZ.
Für den Inhalt ist allein die Initiative Solidarische Welt verantwortlich.

6. Dokumentarfilmfestival Globale Mittelhessen

Zum sechsten Mal lädt das Dokumentarfilmfestival Globale Mittelhessen zur Auseinandersetzung mit den kritischen Themen unserer globalisierten Gegenwart ein.

Das Festival eröffnet am 22. Januar 2016 mit dem Film „Auf der Seite der Braut“, der syrische Menschen auf ihrem Weg durch Europa begleitet. Er feiert Humanismus und den Widerstand gegen unhaltbare Zustände – und dass diese zuweilen phantasievolle Wege gehen müssen. In dieser Hinsicht repräsentiert er als Eröffnungsfilm das gesamte Festival in einem für uns zentralen Aspekt. Denn die präsentierten Filme stellen globale Probleme und ihre Ursachen nicht nur dar, sondern dokumentieren ebenso ein Interesse an widerständigen Menschen und sozialen Bewegungen, die in vielfältiger Art und Weise für ihre Rechte kämpfen und sich immer wieder auf die Suche nach alternativen Lösungsansätzen begeben.

Download Programmheft

Film und Diskussion mit Katharina Oguntoye: Schwarze im Nationalsozialismus

Film und Diskussion mit Katharina Oguntoye: Schwarze im Nationalsozialismus
Film: „Black Survivors of the Holocaust“, Großbritannien 1997, Regie: M. Shewa u. D. Okuefuna, 90 Min., Englisch mit deutschen Untertiteln

Wie lebten Menschen mit afrikanischen Wurzeln im Deutschland der 1930er Jahre und was mussten sie in dieser Zeit erleiden und erdulden? Darüber ist im Lande weitgehend wenig bekannt. Die BBCDokumentation „Black Survivors of the Holocaust“ bringt diese Wirklichkeit
in Interviews und raren Originalfilmdokumenten ans Licht. Der Regisseur David Okuefuna und der Produzent Moise Shewa (Afro-Wisdom Productions) haben mit ihrer hervorragenden Recherche ein Filmdokument von unschätzbarem Wert geschaffen, in dem sie für kommende
Generationen die Stimmen von Zeitzeugen und Nachkommen der Afro-deutschen und Afrikaner*innen festgehalten haben. Der Film wird von der Berliner afro-deutschen Historikerin
Katharina Oguntoye präsentiert. Sie ist Mitautorin und Mitherausgeberin des ersten Buches über Afro-deutsche: „Farbe bekennen. Afro-deutsche Frauen auf den Spuren ihrer Geschichte“ (Berlin 1986). Sie leitet seit 20 Jahren den von ihr mitgegründeten interkulturellen Verein „Joliba
e.V.“ in Berlin. Die Historikerin mit nigerianisch-deutschen Wurzeln veröffentlichte 1997 ihre bahnbrechende historische Arbeit „Eine afro-deutsche Geschichte. Zur Lebenssituation von AfrikanerInnen und Afro-Deutschen von 1884 bis 1950“. Im Anschluss an die Präsentation und
Vorführung des Filmes beantwortet Katharina Oguntoye Fragen des Publikums.

Film: „Frankreich und seine Befreier“

Film: „Frankreich und seine Befreier“, Originaltitel: „La France et ses liberateurs“,
Frankreich 2009, Regie: Charles Onana, 90 Min., Originalfassung mit deutschen Untertiteln

Auch wenn es sich hier um den Einsatz von Kolonialsoldaten durch Frankreich im Zweiten Weltkrieg handelt, so beginnt er doch mit der deutschen Kolonialgeschichte und verweist damit auf die Verursacher dieses und auch des Ersten Weltkriegs. Ausgangspunkt ist die Berliner
Konferenz von 1884, auf der die europäischen Kolonialmächte den Kontinent Afrika untereinander aufteilten und ihre Interessen dort anschließend mit brutaler Gewalt militärisch durchsetzten. Deutschland schreckte dabei auch nicht vor Massenmorden wie dem gegen die Herero zurück, an dem auch der Vater des späteren Nazi-Feldmarschalls Göring beteiligt war. Mit diesen und ähnlichen Verweisen z.B. auf die rassistische Hetze gegen afrikanische Kolonialsoldaten auf Seiten Frankreichs im Ersten Weltkrieg und die als „Rheinlandbastarde“ denunzierten Kinder, die aus Beziehungen von Afrikanern mit deutschen Frauen hervor gingen, steckt Onana den historischen Rahmen ab, der in den von Nazideutschland zu verantwortenden Zweiten Weltkrieg und den Einsatz Hunderttausender afrikanischer Kolonialsoldaten auf Seiten der Alliierten führte. Das Kollaborationsregime von Vichy und De Gaulles Aufruf zur „Verteidigung der Freiheit“ mit Hilfe der Kolonien, die Landung der Alliierten
in Nordafrika Ende 1942 und die Rekrutierung weiterer 250.000 Soldaten aus dem Maghreb für die Befreiung Europas werden ebenso chronologisch von Zeitzeugen geschildert, wie das Massaker von Thiaroye 1944 im Senegal und die Diskriminierung der Veteranen.