Schlagwort-Archive: Brasilien

Faire Woche Produzentenbesuch: Regenwaldladen

Mario Schwaab kommt aus dem brasilianischen Amazonasgebiet und produziert lokal Seifen, Öle und andere Körperpflegeartikel aus Rohstoffen, die im Regenwald vorkommen. Die Produktion erfolgt komplett vor Ort in Brasilien, der Vertrieb über den Regenwaldladen gehört zur Existenzsicherung der an der Rohstoffsammlung und Verarbeitung beteiligten Menschen in Brasilien.

Mario Schwaab bringt einen kurzen Film mit und berichtet in seinem Vortrag über Leben, Arbeit und Produkte. Es wird die Möglichkeit geben, einige Produkte auszuprobieren.

Faire Woche 2017 vom 15.09. bis 29.09.

Die Faire Woche ist die größte Aktionswoche zum Fairen Handel in Deutschland. Sie fand 2001 zum ersten Mal statt und wird seit 2003 jedes Jahr in der zweiten Septemberhälfte durchgeführt. Die Faire Woche 2017 findet vom 15. bis 29. September zum Thema „Wirtschaftliche Perspektiven für die Produzent*innen im Globalen Süden“ statt. Die Faire Woche informiert bei ihren jährlich 2.000 bis 2.500 Veranstaltungen über den Fairen Handel in Deutschland und weltweit.

Der Weltladen Marburg beteiligt sich an der Fairen Woche!

19. September: Der Regenwaldladen zu Besuch im Weltladen

22. September: 10jähriges Jubiläum des Elisabeth-Kaffees, Vortrag „Das Leben und die Arbeit der Kaffeeproduzentinnen im Hochland von Honduras im Zeichen des Klimawandels“ von Marta Dalila Aguilar Banegas und Cruz Dolores Benitez Espinoza von APROLMA, die zum Jubiläum und zur Fairen Woche zu Gast in Marburg sind.

29. September: Kaffeestand der Steuerungsgruppe Fairer Handel am Marktplatz mit Elisabeth Kaffee zum International Coffee Day

 

 

Veranstaltungsreihe Tourismus: Sextourismus in Rio de Janeiro: Sexuelle Ausbeutung oder Strategie sozialen Aufstiegs?

Foto: Blick von der Favela Vidigal auf Ipanema und Copacabana

Vortrag und Diskussion mit

Dr. Johanna Neuhauser, Post-Doc am Fachgebiet Migration und Gesellschaft des Instituts für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) der Universität Osnabrück

 

Bedeutet Sextourismus grundsätzlich Ausbeutung oder kann er auch Chancen
auf soziale Mobilität für Frauen in Brasilien bieten? Anstatt einfache Antworten zu
geben, zeigt Dr. Johanna Neuhauser auf Basis ihrer Feldforschung im Milieu des
Sextourismus in Rio de Janeiro die Vielschichtigkeit und Ambivalenz der Lebenswelt
brasilianischer Sexarbeiter*innen auf. Es wird auf Erfahrungen von Frauen aufmerksam gemacht, die aufgrund gesellschaftlicher Machtverhältnisse meist im Verborgenen bleiben.

Dr. Johanna Neuhauser hat Internationale Entwicklung und Lateinamerikastudien an der Universität Wien studiert. Anschließend promovierte sie in Soziologie zum Thema Sextourismus in Rio de Janeiro an der Universität Kassel.
Seit Februar 2015 arbeitet Johanna Neuhauser als Post-Doc am Fachgebiet Migration und Gesellschaft des Instituts für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) der Universität Osnabrück.

 

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In Kooperation mit Arbeit und Leben Hessen.
Die Veranstaltungen werden gefördert durch Brot für die Welt und das Land Hessen.
Gefördert von ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des BMZ.
Für den Inhalt ist allein die Initiative Solidarische Welt verantwortlich.

8. Semana Latina: Vortrag „Brasilien jenseits des Fußballs“ von Dieter Gawora

Proteste in den Städten, Konflikte auf dem Land, Umweltzerstörung und Wahlen

Vortrag von Dieter Gawora im Rahmen der Semana Latina

Der Fußball bescherte Brasilien weltweit eine breite Berichterstattung und dennoch scheint dieses Land derzeit mehr Fragen als in den Jahren zuvor aufzuwerfen.
Die unerwarteten Massenproteste 2013 und deren Ausbleiben bei der WM 2014 erstaunen. Trotz der in vielen Bereichen erfolgreicher Politik der regierenden Arbeiterpartei bestehen weiterhin große Ungleichheiten in der Einkommensverteilung. Der forcierten Bau industrieller Großprojekte, die Ausbeutung der Rohstoffe und die Ausweitung land- und forstwirtschaftlicher Monokulturen verschärfen die Konflikte auf dem Land. Die Umweltprobleme allgemein, die etwas verlangsamte Vernichtung des Amazonaswaldes sowie die ungebremste der zentralbrasilianischen Savanne, des Cerrado, halten an. Gleichzeitig haben die großen sozialen Bewegungen Brasiliens an Dynamik verloren, demgegenüber artikulieren sich neue Akteure in den Städten und auf dem Land werden die traditionellen Völker und Gemeinschaften zunehmend als gesellschaftliche Subjekte sichtbar. In dieses etwas verwirrende Bild Brasiliens wird der Kasseler Soziologe und Brasilienkenner Dieter Gawora versuchen, vor den Wahlen im Oktober, etwas Klarheit zu bringen.