Schlagwort-Archive: Entwicklung

Die imperiale Lebensweise

Bildquelle: ILA

Veranstaltungsreihe Postkolonialismus

Die imperiale Lebensweise

Vortrag und Diskussion mit
Magdalena Heuwieser
(Autorin)

Drei von vier Deutschen finden, dass sich unsere Wirtschaft und unser Leben radikal verändern
müsste. Gleichzeitig erreicht die Fleischproduktion Rekorde und Grünen-Wähler*innen sitzen im Parteienvergleich am häufigsten im Flugzeug.
Fleisch und Fliegen – der Inbegriff einer Lebensweise, die ohne den übermäßigen Zugriff auf Arbeitskraft und Natur vor allem im Globalen Süden nicht existieren könnte.
Das ursprünglich von Ulrich Brand und Markus Wissen geprägte Konzept der „imperialen Lebensweise“ macht deutlich, warum diese Produktions- und Konsummuster so fest in ihrem Sattel sitzen und warum individuelle Konsumveränderungen oder eine Green Economy die Wurzeln der Probleme nicht antasten. Wie kommen wir also zu einer solidarischen Lebensweise?

Magdalena Heuwieser ist Mitautorin von „Auf Kosten anderer. Wie die imperiale Lebensweise ein gutes Leben für alle verhindert“ und in der Bewegung für Klimagerechtigkeit engagiert.
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Marburger Forum für entwicklungspolitische und interkulturelle Themen in Kooperation mit ARBEIT und LEBEN Marburg (AG von DGB und vhs)

Die Veranstaltungen werden gefördert durch den Katholischen Fonds, Brot für die Welt und das Land Hessen. Gefördert von ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des BMZ. Für den Inhalt ist allein die Initiative Solidarische Welt verantwortlich.

Postkoloniale Kritik am Entwicklungsbegriff

Bildquelle: Universität Kassel

Veranstaltungsreihe Postkolonialismus

Postkoloniale Kritik am Entwicklungsbegriff

Vortrag und Diskussion mit
Prof. Dr. Aram Ziai
(Politikwissenschenschaftler, Uni Kassel)

Der Begriff der Entwicklung wurde im Diskurs über den Globalen Süden dominant
nach dem 2.Weltkrieg, also in einer Zeit der formalen Dekolonialisierung.
Gleichzeitig steht er und die damit verbundene Praxis von Entwicklungspolitik
für die Aufrechterhaltung europäischer und nordamerikanischer Dominanz.
Denn Entwicklung wird als linearer Prozess verstanden, bei dem die industrialisierten
Länder einerseits Weg und Ziel vorgeben und andererseits immer vorne bleiben. Entwicklungsländer werden dabei über ihre vermeintlichen Defizite definiert. Die Definitionsmacht darüber, was Entwicklung beinhaltet, bleibt im Norden.
Auch postkoloniale Theoretiker*innen haben sich aufgemacht, diese dominanten Vorstellungen
über Entwicklung und ihre angebliche Notwendigkeit grundlegend zu hinterfragen.

Prof. Dr. Aram Ziai ist Politikwissenschaftler und Heisenberg Professor der Deutschen Forschungsgemeinschaft für Entwicklungspolitik und Postkoloniale Studien an der
Universität Kassel.
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Marburger Forum für entwicklungspolitische und interkulturelle Themen in Kooperation mit ARBEIT und LEBEN Marburg (AG von DGB und vhs)

Die Veranstaltungen werden gefördert durch den Katholischen Fonds, Brot für die Welt und das Land Hessen. Gefördert von ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des BMZ. Für den Inhalt ist allein die Initiative Solidarische Welt verantwortlich.

Indiens Weg zur Supermacht: Chancen und Fesseln für Indiens Entwicklung

Veranstaltungsreihe „Indien – Kontinuität und Wandel“

Vortrag und Diskussion mit

Pearly Walter, Pastorin der Madras Diözese der Südindischen Kirche

Indien wird gegenwärtig mit großen sozialen und ökonomischen Veränderungen konfrontiert. Einerseits verzeichnet das Land große Erfolge als globale Wirtschaftsmacht und stabilisiert somit den wirtschaftlichen Wert Indiens, selbst in der Finanzkrise. Andererseits existieren große Armut, Korruption, religiöser Fundamentalismus, Menschenrechtsverletzungen und kastenbasierte Formen von Diskriminierung.
Stellen die Slogans ‚incredible India‘ und ‚India shining‘ nur Trugbilder für die nach sozialer und ökonomischer Gleichheit strebenden Menschen dar, oder kann ihre Hoffnung auf ein würdiges und selbstbestimmtes Leben wahr werden?

Pearly Usha Walter kommt aus Tamil Nadu in Indien. Sie ist ordinierte Pastorin der Madras Diözese der Südindischen Kirche (CSI). Nach ihrem Theologiestudium in Indien hat sie mit
ihrer Promotion im Fach Neues Testament an der Universität Hamburg begonnen.

Die Veranstaltung findet in englischer Sprache mit Übersetzung ins Deutsche statt.

 

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In Kooperation mit Arbeit und Leben Hessen.
Die Veranstaltungen werden gefördert durch Brot für die Welt, den Katholischen Fonds und das Land Hessen. Gefördert von ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des BMZ.
Für den Inhalt ist allein die Initiative Solidarische Welt verantwortlich.