Schlagwort-Archive: Ernährung

Permakultur in Kenia, Vortrag von Philip Munyasia

PERMAKULTUR IN KENIA – (ER)LEBE DIE ERNÄHRUNGSREVOLUTION

Philip Odhiambo Munyasia aus Kenia kommt im Sommer & Herbst 2019 nach Europa um sein Projekt „OTEPIC“ vorzustellen.

Philip wuchs im Slum „Mitume“ in Kitale, einer Stadt im Westen Kenias, auf. Hunger, Gewalt, Arbeitslosigkeit und Stammeskonflikte sind dort an der Tagesordnung. Bereits als Jugendlicher hat er seine große Vision der Ernährungsrevolution formuliert: Nachhaltige Selbsternährung, Weitergabe des Wissens und Leben in Frieden und im Einklang mit der Natur.

Nach Studien in den USA und Portugal kehrte er zurück nach Kenia zurück und fand Gleichgesinnte. So konnte OTEPIC vor 11 Jahren gegründet und damit begonnen werden die Vision zu verwirklichen.

Seit dem Beginn sind Workshops und Schulungen, sowie nachhaltige Nahrungsproduktion und Permakultur Inhalt des Projektes.

Viele Hürden wurden in den vergangenen Jahren überwunden. Heute bewirtschaftet das Projekt vier Gärten auf 11 ha Fläche. Es gibt ein Waisenhaus, eine Tanzgruppe und viele Helfer und Unterstützer. Unter anderem ermöglichen zwei solarbetriebene Grundwasserpumpen 3.000 Menschen einen kostenfreien Zugang zu sauberen Trinkwasser.

Zur Weiterentwicklung und Weitergabe des Know-Hows soll ein ökologisches und autarkes Friedenskulturdorf mit Seminarzentrum entstehen.

OTEPIC, „Organic Technology Extension and Promotion of Initiative Centre” (Initiativzentrum zur Förderung und Ausweitung ökologischer Technologien), wurde 2008 als „Community Based Organization“ (CBO) registriert.

OTEPIC bringt Hoffnung und Perspektive in die ärmsten Regionen Kenias und Ostafrikas. Viel wurde bereits erreicht, es gibt aber auch noch viel zu tun bis die ganze Vision Wirklichkeit wird.

Die ausschließlich kenianische OTEPIC-Organisation besteht aus 5 Vorstandsmitgliedern, 11 festen Mitarbeitern und saisonabhängig bis zu 50 ehrenamtlichen Helfern.

Wir haben es satt! Wege in eine zukunftsfähige Landwirtschaft

Vortrag mit Dr. Philipp Weckenbrock (Uni Gießen)

Gutes Essen, eine klimagerechte Landwirtschaft und der Erhalt der Bauernhöfe – das steht gerade auf dem Spiel. Aktuell gilt: Wer viel Land besitzt, bekommt viel Geld. Schluss mit den
Steuermilliarden an die Agrarindustrie! Der Umbau zu einer bäuerlichen und ökologischeren
Landwirtschaft kann nicht mehr warten. Das Dürrejahr 2018 hat gezeigt: So geht es nicht
weiter! Wir reihen uns ein in die globale Bewegung für Klimagerechtigkeit und fordern
konsequenten Klimaschutz. Denn wir brauchen noch mehr bäuerliche Betriebe, die regionale und saisonale Lebensmittel erzeugen und mit lebendigen Böden helfen, das Klima zu schützen.
In vielen europäischen Schlachthöfen und Treibhausplantagen herrschen unwürdige
Bedingungen für Tiere und Arbeitende, damit Discounter und die Exportindustrie mit
Dumpingpreisen immer größere Profite machen können. Im globalen Süden zwingt die EU vielen Staaten Freihandelsverträge auf und ruiniert mit Billigexporten dann Millionen Kleinbäuer*innen.
Für uns ist klar: In einem solidarischen Europa sind gerechter Handel, Menschen- und
Bauernrechte nicht verhandelbar!
In dem Vortrag wird Dr. Philipp Weckenbrock unter anderem auf die folgenden Fragen eingehen: Welche Probleme verursacht die industrielle Landwirtschaft? Was sind Konzepte für eine zukunftsfähige Landwirtschaft? Wie können wir Veränderungen erreichen?

Dr. Philipp Weckenbrock ist Mitarbeiter am Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung im
Bereich Ökolandbau der Uni Gießen. Er engagiert sich bei den Agronauten, die sich für
weitreichende Veränderungen im Bereich der Landwirtschaft einsetzen.

Veranstalter: attac, Kulturelle Aktion Marburg – Strömungen, Buchhandlung Roter Stern, Greenpeace, Gartenwerkstadt, SoLaWi, Weltladen Marburg


Bus zur Demo nach Berlin
Abfahrt: Sa. 19.1. 4 Uhr, Krummbogen
Ankunft: Sa. 19.1. ca. 23 Uhr
Preis: Selbsteinschätzung (Richtwert 32€)
Anmeldung: jannik.schestag@googlemail.com
Weitere Infos: www.wir-haben-es-satt.de

Pestizidfreie Landwirtschaft – Ein Zukunftsmodell für Indien

Vortrag und Diskussion mit Dr. GV Ramanjaneyulu vom Zentrum für nachhaltige Landwirtschaft.

Dr. GV Ramanjaneyulu vom Centre for Sustainable Agriculture (Zentrum für nachhaltige Landwirtschaft) in Indien ist Experte für pestizidfreie Landwirtschaft. Schon im Jahr 2000 legte er zusammen mit der Landesregierung von Andhra Pradesh ein Programm mit großer Reichweite auf, das auf Beratung und Ausbildung dörflicher Gemeinschaften setzt. Dies führte zu einem 50 %igen Rückgang von chemischen Ackergiften im ganzen Bundesstaat. Mittlerweile wird das Programm in fünf indischen Bundesstaaten umgesetzt. Immer mehr Farmer und Farmerinnen wollen von den giftigen und dazu kaum finanzierbaren chemischen Pflanzenschutzmitteln loskommen.

In seinem Vortrag wird Dr. GV Ramanjaneyulu von seinen Erfahrungen in der konkreten Umstellung auf nachhaltigen Landbau berichten und in einer offenen Diskussion Fragen beantworten.
Die Veranstaltung findet in englischer Sprache mit deutscher Übersetzung statt.

Diese Veranstaltung findet innerhalb einer bundesweiten Rundreise der ASW (Aktionsgemeinschaft Solidarische Welt) mit dem indischen Agrarwissenschaftler statt.

 

Die Veranstaltung wird gefördert von Brot für die Welt und dem Land Hessen. Gefördert von ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des BMZ. Für den Inhalt ist allein die Initiative Solidarische Welt verantwortlich.

Ernährung und Kochen in Vietnam

Veranstaltungsreihe Vietnam

Gemeinsames Essen und Kurzvortrag mit Nhu Phuc Pham

Anhand verschiedener Rezepte wird Nhu Phuc Pham einen Teil der vielfältigen vietnamesischen Küche vorstellen. Es wird Frühlings- und Sommerrollen, Glas- und Reisnudelsalat (vegan/vegetarisch) zum gemeinsamen essen geben. Herr Pham wird außerdem eine  Einführung in die vietnamesische Landesküche geben und zum Gespräch bereitstehen.

1951 in Vietnam geboren, lebt Nhu Phuc Pham seit Ende 1970 in Deutschland. 25 Jahre arbeitete er als ausgebildeter Koch, führte zeitweise ein eigenes Restaurant und war zuletzt im Betriebsrestaurant der Commerzbank in Frankfurt tätig. Seit 2016 ist er in Rente.

 

Die Veranstaltungen werden gefördert durch Brot für die Welt, den Katholischen Fonds und das Land Hessen. Gefördert von ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des BMZ. Für den Inhalt ist allein die Initiative Solidarische Welt verantwortlich.

Lesung Wolfram Fleischhauer: „Das Meer“

Buchvorstellung & Diskussion mit

Wolfram Fleischhauer zu „Das Meer“

In dem Ökologie-Politthriller wird die Zerstörung der Weltmeere duch Überfischung thematisiert.  Skrupellose industrielle Interessen EU- und weltweit auf der einen Seite und andererseits der Versuch vieler Menschen die Zerstörung der Lebensgrundlagen durch Übernutzung zu verhindern: Umweltaktivisten, NGOs, Fischereibeobachter, Wissenschaftler, Toxikologen, Experten in unterschiedlichsten Institutionen, der stets um Aufklärung bemühte und akribisch recherchierende Autor Wolfram Fleischhauer und nicht zuletzt wir als Verbraucher und/oder politisch Interessierte und Aktive…

Eintritt nur an der Abendkasse: 5,- €

Veranstalter: attac Marburg, Weltladen Marburg, Buchhandlung Roter Stern, Kulturelle Aktion Aktion Marburg – Strömungen, verdi, GEW