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Medienkoffer neu erschienen: Unsichtbar? Hinter den Kulissen globaler Waren. Inklusive Methoden für den Förderschwerpunkt „Sehen“

Inklusive, gleichberechtigte und hochwertige Bildung gewährleisten und Möglichkeiten lebenslangen Lernens für alle fördern! So lautet das SDG 4 (Sustainable Development Goal).

Sowohl die Nachhaltigen Entwicklungsziele als auch die UN-Behindertenrechtskonvention verdeutlichen, wie wichtig inklusive Bildung ist. Um dieses Ziel zu erreichen, ist es notwendig, allen Kindern und Jugendlichen diese Bildung zu ermöglichen.

Das vorliegende Konzept für Fachkräfte in der pädagogischen Arbeit mit Kindern (7 – 12 Jahre) bietet Methoden und Materialien des Globalen Lernens an, die es sehenden und nichtsehenden Kindern gleichermaßen ermöglichen, an diesem Bildungsangebot teilzuhaben.

Die Konzeption gliedert sich in drei thematische Module: Modul 1: Kakao, Modul 2: Textil und Modul 3: Fairer Handel.  Dabei beinhalten die einzelnen Module jeweils unterschiedliche Methodenvorschläge und sind so gestaltet, dass es auch nicht sehenden Lehrkräften, Pädagog*innen oder anderen anleitenden Personen ermöglicht wird, diese Materialien barrierearm anzuwenden.

Ausleihmodalitäten:

  • kostenfreie Ausleihe vor Ort im Infozentrum des Weltladens Marburg
  • bei Versand: 25 Euro plus Rückversand auf eigene Rechnung
  • max. Zeitraum: 2 Wochen

Download Begleitheft

Anfragen an die Bildungsreferentin unter epa@marburger-weltladen.de

Vortrag „Wir haben es satt! Wege zu einer zukunftsfähigen Agrarpolitik“

Vortrag mit Peter Schonhöffer (Attac)

2020 stehen wichtige Entscheidungen für die Landwirtschaft und für das Klima an: Bei der EU-Agrarreform entscheidet sich, ob mit den Milliarden-Subventionen die Agrarwende gestemmt und das Insektensterben gestoppt werden kann. Mit einem Veto gegen das Mercosur-Freihandelsabkommen kann Deutschland mithelfen, die Feuer am Amazonas einzudämmen. Seit Jahrzehnten stemmt sich die Agrarlobby gegen jede Veränderung. Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner lässt die Bäuer*innen bei den notwendigen Veränderungen allein. Sie will die Milliarden-Subventionen weiter denen geben, die viel Land besitzen – egal, wie sie wirtschaften. Die industrielle Landwirtschaft hat fatale Auswirkungen: Flächendeckender Pestizideinsatz tötet massenhaft Insekten. Zu viel Gülle verschmutzt unser Wasser. Für das Gensoja-Futter in deutschen Tierfabriken werden Regenwälder abgebrannt. Dumping-Exporte überschwemmen die Märkte im globalen Süden und berauben unzählige Bäuer*innen ihrer Existenz. Das haben wir satt: Für eine bäuerlich-ökologische Landwirtschaft und artgerechte Tierhaltung, für insektenfreundliche Landschaften und globale Solidarität!

In dem Vortrag wird Peter Schonhöffer unter anderem auf die folgenden Fragen eingehen: Welche Probleme verursacht die Agrarpolitik auf nationaler, europäischer und globaler Ebene? Wie sähe eine zukunftsfähige Agrarpolitik aus? Wie können wir Veränderungen in der Agrarpolitk erstreiten?

Peter Schonhöffer arbeitet bei Attac unter anderem zu den Themen Globalisierung, soziale Gerechtigkeit und Ökologie.

Bus zur Demo nach Berlin
Abfahrt: Sa. 18.1. 4:30 Uhr, Krummbogen
Ankunft: Sa. 18.1. ca. 21 Uhr
Preis: Selbsteinschätzung (Richtwert 32€)
Anmeldung: jannik.schestag@googlemail.com
Weitere Infos: www.wir-haben-es-satt.de

Permakultur in Kenia, Vortrag von Philip Munyasia

PERMAKULTUR IN KENIA – (ER)LEBE DIE ERNÄHRUNGSREVOLUTION

Philip Odhiambo Munyasia aus Kenia kommt im Sommer & Herbst 2019 nach Europa um sein Projekt „OTEPIC“ vorzustellen.

Philip wuchs im Slum „Mitume“ in Kitale, einer Stadt im Westen Kenias, auf. Hunger, Gewalt, Arbeitslosigkeit und ethnische Konflikte sind dort an der Tagesordnung. Bereits als Jugendlicher hat er seine große Vision der Ernährungsrevolution formuliert: Nachhaltige Selbsternährung, Weitergabe des Wissens und Leben in Frieden und im Einklang mit der Natur.

Nach Studien in den USA und Portugal kehrte er zurück nach Kenia zurück und fand Gleichgesinnte. So konnte OTEPIC vor 11 Jahren gegründet und damit begonnen werden die Vision zu verwirklichen.

Seit dem Beginn sind Workshops und Schulungen, sowie nachhaltige Nahrungsproduktion und Permakultur Inhalt des Projektes.

Viele Hürden wurden in den vergangenen Jahren überwunden. Heute bewirtschaftet das Projekt vier Gärten auf 11 ha Fläche. Es gibt ein Waisenhaus, eine Tanzgruppe und viele Helfer und Unterstützer. Unter anderem ermöglichen zwei solarbetriebene Grundwasserpumpen 3.000 Menschen einen kostenfreien Zugang zu sauberem Trinkwasser.

Zur Weiterentwicklung und Weitergabe des Know-Hows soll ein ökologisches und autarkes Friedenskulturdorf mit Seminarzentrum entstehen.

OTEPIC, „Organic Technology Extension and Promotion of Initiative Centre” (Initiativzentrum zur Förderung und Ausweitung ökologischer Technologien), wurde 2008 als „Community Based Organization“ (CBO) registriert.

OTEPIC bringt Hoffnung und Perspektive in die ärmsten Regionen Kenias und Ostafrikas. Viel wurde bereits erreicht, es gibt aber auch noch viel zu tun bis die ganze Vision Wirklichkeit wird.

Die ausschließlich kenianische OTEPIC-Organisation besteht aus 5 Vorstandsmitgliedern, 11 festen Mitarbeitern und saisonabhängig bis zu 50 ehrenamtlichen Helfern.

Wir haben es satt! Wege in eine zukunftsfähige Landwirtschaft

Vortrag mit Dr. Philipp Weckenbrock (Uni Gießen)

Gutes Essen, eine klimagerechte Landwirtschaft und der Erhalt der Bauernhöfe – das steht gerade auf dem Spiel. Aktuell gilt: Wer viel Land besitzt, bekommt viel Geld. Schluss mit den
Steuermilliarden an die Agrarindustrie! Der Umbau zu einer bäuerlichen und ökologischeren
Landwirtschaft kann nicht mehr warten. Das Dürrejahr 2018 hat gezeigt: So geht es nicht
weiter! Wir reihen uns ein in die globale Bewegung für Klimagerechtigkeit und fordern
konsequenten Klimaschutz. Denn wir brauchen noch mehr bäuerliche Betriebe, die regionale und saisonale Lebensmittel erzeugen und mit lebendigen Böden helfen, das Klima zu schützen.
In vielen europäischen Schlachthöfen und Treibhausplantagen herrschen unwürdige
Bedingungen für Tiere und Arbeitende, damit Discounter und die Exportindustrie mit
Dumpingpreisen immer größere Profite machen können. Im globalen Süden zwingt die EU vielen Staaten Freihandelsverträge auf und ruiniert mit Billigexporten dann Millionen Kleinbäuer*innen.
Für uns ist klar: In einem solidarischen Europa sind gerechter Handel, Menschen- und
Bauernrechte nicht verhandelbar!
In dem Vortrag wird Dr. Philipp Weckenbrock unter anderem auf die folgenden Fragen eingehen: Welche Probleme verursacht die industrielle Landwirtschaft? Was sind Konzepte für eine zukunftsfähige Landwirtschaft? Wie können wir Veränderungen erreichen?

Dr. Philipp Weckenbrock ist Mitarbeiter am Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung im
Bereich Ökolandbau der Uni Gießen. Er engagiert sich bei den Agronauten, die sich für
weitreichende Veränderungen im Bereich der Landwirtschaft einsetzen.

Veranstalter: attac, Kulturelle Aktion Marburg – Strömungen, Buchhandlung Roter Stern, Greenpeace, Gartenwerkstadt, SoLaWi, Weltladen Marburg


Bus zur Demo nach Berlin
Abfahrt: Sa. 19.1. 4 Uhr, Krummbogen
Ankunft: Sa. 19.1. ca. 23 Uhr
Preis: Selbsteinschätzung (Richtwert 32€)
Anmeldung: jannik.schestag@googlemail.com
Weitere Infos: www.wir-haben-es-satt.de

Pestizidfreie Landwirtschaft – Ein Zukunftsmodell für Indien

Vortrag und Diskussion mit Dr. GV Ramanjaneyulu vom Zentrum für nachhaltige Landwirtschaft.

Dr. GV Ramanjaneyulu vom Centre for Sustainable Agriculture (Zentrum für nachhaltige Landwirtschaft) in Indien ist Experte für pestizidfreie Landwirtschaft. Schon im Jahr 2000 legte er zusammen mit der Landesregierung von Andhra Pradesh ein Programm mit großer Reichweite auf, das auf Beratung und Ausbildung dörflicher Gemeinschaften setzt. Dies führte zu einem 50 %igen Rückgang von chemischen Ackergiften im ganzen Bundesstaat. Mittlerweile wird das Programm in fünf indischen Bundesstaaten umgesetzt. Immer mehr Farmer und Farmerinnen wollen von den giftigen und dazu kaum finanzierbaren chemischen Pflanzenschutzmitteln loskommen.

In seinem Vortrag wird Dr. GV Ramanjaneyulu von seinen Erfahrungen in der konkreten Umstellung auf nachhaltigen Landbau berichten und in einer offenen Diskussion Fragen beantworten.
Die Veranstaltung findet in englischer Sprache mit deutscher Übersetzung statt.

Diese Veranstaltung findet innerhalb einer bundesweiten Rundreise der ASW (Aktionsgemeinschaft Solidarische Welt) mit dem indischen Agrarwissenschaftler statt.

 

Die Veranstaltung wird gefördert von Brot für die Welt und dem Land Hessen. Gefördert von ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des BMZ. Für den Inhalt ist allein die Initiative Solidarische Welt verantwortlich.