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KinderKulturKarawane: Gruppe „STOP“ aus Indien

Seit 1998 kämpft die Nichtregierungsorganisation STOP in Indien gegen Zwangsprostitution und Mädchenhandel. Mehr als 1.500 Mädchen konnten bislang aus Bordellen befreit werden. Mit der Befreiung beginnt die eigentliche Arbeit: Reintegration, Rückführung in die Familien oder die Entwicklung von Perspektiven für die Mädchen.

Dies geschieht seit 2002 im „Family Home Aashray“, in dem bis zu 60 junge Frauen in Kurz- oder Langzeitbetreuung Platz finden. Dort erhalten sie psychische und medizinische Behandlung. Schulische Defizite werden aufgeholt. Außerdem gibt es Angebote in Handarbeit, Kosmetik, Kochen, Tanzen, Gesang, Dramaturgie und Kampfsport. Das Projekt hat auch ein Modelabel Azadi, das ökofaire Kleidung produziert und vertreibt.

Im Rahmen der KinderKulturKarawane präsentieren sie ihr Theaterstück Aashray-Flowers (dt.: Schutz-Blumen), indem sich klassische indische Tänze unterschiedlicher Regionen in farbenfrohen Kostümen mit Bollywood-Choreographien, Gesang und Akrobatik mischen.

Seit 17 Jahren lädt die KinderKulturKarawane jedes Jahr fünf bis sieben Kinder- und Jugendkulturgruppen aus Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas zur KinderKulturKarawane nach Europa ein. Ihr Ziel ist es, hiesige Jugendliche anzusprechen, über andere Lebensumstände und Kulturen zu informieren und einen interkulturellen Austausch auf Augenhöhe zu ermöglichen.

Die Organisation der Aufenthalte in Marburg übernimmt eine AG der Martin-Luther-Schule, bei der Schüler*innen durch Studierende der Philipps-Universität und den Marburger  Weltladens unterstützt werden. Sie kümmern sich dabei u.a. um die Unterbringung in Gastfamilien, die Organisation der Auftritte und das Freizeitprogramm.

Der öffentliche Empfang der Gruppe STOP in Marburg findet am Dienstag, 24.10. um 19 Uhr im Weltladen statt. Die öffentliche Vorstellung am Sonntag, 29.10. um 15 Uhr in der Waggonhalle schließt die KinderKulturKarawane 2017 in Marburg ab. Dort gibt es nach der Aufführung die Gelegenheit zum Gespräch mit den jungen Künstlerinnen. Karten sind für 10,- € (ermäßigt 6,- €) im Weltladen und an der Tageskasse erhältlich.

Globale Mittelhessen vom 20.01. bis 02.02.

Am Freitagabend, den 20. Januar, eröffnet das Dokumentarfilmfestival Globale Mittelhessen 2017 mit dem Film „Les Sauteurs – Those Who Jump“ in der Waggonhalle Marburg.

Dazu lädt der Weltladen Marburg als Mitveranstalter der Globale herzlich ein!

Das Festival läuft in 10 Orten: Marburg, Gießen, Wetzlar, Gladenbach, Bad Nauheim, Heuchelheim, Saasen, Weilburg, Niederwetter und Herborn. Abgesehen vom Auftakt in der Waggonhalle finden alle Marburger Veranstaltungen im Kino Capitol in der Biegenstr. 8 statt.

Das komplette Programm mit allen Spielorten und sonstige Informationen sind zu finden auf www.globalemittelhessen.de. Programmhefte gibt es im Weltladen, im Kino Capitol und an vielen anderen Stellen in der Stadt.

Weibliche Genitalverstümmelung in Kenia: Wie ein kultureller Wandel zu erreichen ist

Weltweit sind rund 125 Millionen Mädchen und Frauen von weiblicher Genitalverstümmelung betroffen. Die körperlichen und seelischen Folgen für die Betroffenen und nicht zuletzt auch die ökonomischen Auswirkungen sind drastisch. Aber es gibt Lösungen und Perspektiven. Die Lesung „Mosocho und der Wandel“ beleuchtet das Thema in Kenia anhand ausgewählter biographischer Texte aus verschiedenen Blickwinkeln. Frauen stärken und Männer bewegen – das ist der Weg, um Mädchen und Frauen nachhaltig vor der Menschenrechtsverletzung zu schützen.

Begleitend zur Ausstellung im Marburger Rathaus „Wonder of the Female Body“ (01.-20.11.) findet die Lesung im Marburger Weltladen statt.

Veranstalter: LebKom e.V., Gleichberechtigungsreferat der Stadt Marburg, Ärztinnenbund, Terre des Femmes, Weltladen Marburg

Marburger Forum für entwicklungspolitische und interkulturelle Themen in Kooperation mit ARBEIT und LEBEN Marburg (AG von DGB und vhs)

 

Starke Frauen in Indien – Perspektivwechsel zwischen Nord und Süd

Veranstaltungsreihe „Indien – Kontinuität und Wandel“

Vortrag und Diskussion mit

Vidya Varghese und Yasotha Subramaniam,
Süd-Nord-Freiwillige bei der Karl Kübel Stiftung

Viele starke Frauen setzen sich in Indien für Geschlechtergerechtigkeit ein. Vidya Varghese und
Yasotha Subramaniam sprechen über Herausforderungen und Möglichkeiten junger Frauen in Indien. Sie erzählen ihre eigenen Geschichten als Frauen in einem Land, das sich von Bundesstaat zu Bundesstaat ebenso stark unterscheidet, wie der Alltag der Frauen, die dort leben. Als Sozialarbeiterinnen geben sie zugleich Einblicke in die Arbeit von indischen  Nichtregierungsorganisationen.
Ausgehend von persönlichen Erfahrungen und zusammen mit Lea Diehl bieten sie einen Perspektivwechsel zwischen globalem Norden und globalem Süden und laden zum  Hinterfragen von Rollenbildern in Indien und Deutschland ein.

 
Aktuell leisten Vidya Varghese und Yasotha Subramaniam einen Freiwilligendienst in Deutschland bei der Karl Kübel Stiftung. Lea Diehl hat einen solchen Freiwilligendienst als Deutsche in Indien geleistet. Heute engagiert sie sich weiterhin für Projekte zur Stärkung von indischen Frauen in dem
Verein
Dhira  e.V.

 

 

BMZ_CMYK_de aul logoland hessen logo LOGO Katholischer Fonds farbig III

In Kooperation mit Arbeit und Leben Hessen.
Die Veranstaltungen werden gefördert durch Brot für die Welt, den Katholischen Fonds und das Land Hessen. Gefördert von ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des BMZ.
Für den Inhalt ist allein die Initiative Solidarische Welt verantwortlich.

Zwei Kaffeeproduzentinnen von APROLMA berichten über ihre Arbeits- und Lebensbedingungen in Honduras

Elisabeth Kaffee – ein Kaffee mit Gesicht

Zwei Kaffeeproduzentinnen berichten über ihre Arbeits- und Lebensbedingungen in Honduras

Gladix Hernandez und Dilcia Vasquez (APROLMA, Honduras)

Die Mitglieder der Frauenorganisation APROLMA produzieren im Hochland von Honduras die hochwertigen Arabica-Bohnen für den Marburger Elisabeth Kaffee. Damit sind die Kaffeebäuerinnen in der Lage, ein eigenes Einkommen zu erwirtschaften und für ihre Rechte als Frauen einzutreten. Die Partnerschaft des Marburger Weltladens mit Kaffeeproduzentinnen aus Marcala/ Honduras besteht seit 2007. Ein Ergebnis dieser Partnerschaft ist der biologisch angebaute und fair gehandelte Elisabeth Kaffee, der durch regelmäßige Besuche sowohl im Süden als auch im Norden zu einem „Kaffee mit Gesicht“ geworden ist.

Daher freuen wir uns sehr darüber,  Gladix Hernandez und Dilcia Vasquez als Vertreterinnen von APROLMA bei uns in Marburg begrüßen zu dürfen. Wir sind gespannt, von ihrer jungen Organisation, ihrem Alltag, dem Kaffeeanbau in Marcala und auch der momentanen politischen und sozialen Lage in Honduras zu hören.