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Empowermentprozesse von Frauen in urbaner und solidarischer Landwirtschaft in Bogotá/ Kolumbien

Zur Anmeldung

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe Empowerment von Frauen im Globalen Süden und Norden

Vortrag und Diskussion mit Dr. Birgit Hoinle (Uni Tübingen)

Inwiefern bilden Stadtgärten Orte des Empowerments für ausgegrenzte Gruppen? Auf welche Weise eröffnen sich darin gerade für Frauen neue Handlungsräume? In ihrem neuen Buch zeigt Birgit Hoinle am Beispiel von Stadtgärtner*innen in Bogotá, wie die Organisierung in Stadtgärten zu emanzipatorischen Prozessen beitragen kann. Birgit Hoinle hat zwischen 2014 und 2017 in Kolumbien gelebt und geforscht. Sie hat u.a. mit dem Netzwerk für Ernährungssouveränität Red Raíces de la Sabana zusammengearbeitet, in dem sich ehemalige Blumenarbeiter*innen organisieren, um eine ökologische und ökonomische Alternative zur Arbeit in der Blumenzucht aufzubauen. Mit Workshop zu solidarischem Wirtschaften und kollektiven Kartieren hat die Autorin in ihrer Forschungsarbeit den Prozess zum Aufbau eines Projekts solidarischer Landwirtschaft in der Region um Bogotá (Sabana de Bogotá) begleitet. In ihrem Vortrag zeigt sie zum einen Potenziale auf, inwiefern Frauen durch die Organisierung in der urbanen oder solidarischen Landwirtschaft neue Räume und Rollen einnehmen, etwa als Produzentinnen oder politische Sprecherinnen. Andererseits soll es auch um die weiteren Herausforderungen in dem Kontext Kolumbiens gehen, in dem der Friedensprozess nach Ende des Bürgerkriegs nach wie vor auf brüchigem Boden steht und auch in den Städten weiterhin Gewalt auftritt. Schließlich möchte das Buch und der Vortragabend zum Nachdenken und zu Diskussionen einladen, was wir im Globalen Norden im Hinblick auf eine Ernährungswende von den Graswurzel-Initiativen im Süden lernen können.

Dr. Birgit Hoinle ist Geografin und hat zu räumlichen Empowermentprozessen in der (peri-)urbanen Landwirtschaft in Bogotá an der Universität Hamburg promoviert. Sie hat zwischen 2014 und 2017 mehrere Feld- und Forschungsaufenthalte in Kolumbien verbracht, u.a. als Gastwissenschaftlerin an der Universidad Externado de Colombia in Bogotá mit dem Netzwerk Kritischer Geographie Lateinamerikas (GeoRaizAL). Seit 2019 arbeitet sie an der Universität Tübingen und koordiniert das Studium Oecologicum, ein Programm für Bildung für Nachhaltige Entwicklung in der Hochschullehre. Außerdem ist sie als Bildungsreferentin zu Themen des Fairen Handels und Ernährungssouveränität aktiv im Tübinger Weltladen und mit dem Reutlinger EPiZ (Entwicklungspolitisches Infozentrum).

Buch: Hoinle, B. (2020). Räume für Empowerment. Urbane und solidarische Landwirtschaft in Bogotá. München: Oekom. ISBN: 9783962382179.

https://www.oekom.de/buch/raeume-fuer-empowerment-9783962382179

Die Veranstaltung wird online stattfinden!

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Weitere Veranstaltung innerhalb der Reihe:

Verschoben auf voraussichtlich März wegen Corona
Film: Mutterland – Das Matriarchat der Minangkabau
Uschi Madeisky (Filmemacherin und Pädagogin)

 

 

Marburger Forum für entwicklungspolitische und interkulturelle Themen in Kooperation mit
ARBEIT und LEBEN Marburg (AG von DGB und vhs)

 

 

 

 

 

Die Veranstaltungen werden gefördert durch den Katholischen Fonds und das Land Hessen. Gefördert von ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des BMZ. Für den Inhalt ist allein die Initiative Solidarische Welt e.V. verantwortlich.

Frauen in Afghanistan

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Im Rahmen der Veranstaltungsreihe Empowerment von Frauen im Globalen Süden und Norden

Vortrag und Diskussion mit Shaima Ghafury (Initiative Afghanisches Hilfswerk e.V.)

Shaima Ghafury gibt uns einen kurzen Einblick in die Situation von Mädchen und Frauen vor der Machtübernahme durch die Taliban 1996. Danach wurden ihre Rechte massiv eingeschränkt und ihre Selbstbestimmung gewaltsam unterdrückt. Der gegenwärtige innerpolitische Dialog scheint den Forderungen der Frauen nach Wahrung ihrer Persönlichkeit und Gleichberechtigung in allen gesellschaftlichen Bereichen aufzunehmen. Shaima Ghafury wird uns über die Verhandlungen zum Thema Frauenrechte berichten.

Die „Initiative Afghanisches Hilfswerk“ (IAH) e.V. ist ein gemeinnütziger, Afghanisch-Deutscher Verein, der 1994 in Marburg gegründet wurde. Der Verein setzt sich seit bereits 26 Jahren sowohl in Afghanistan als auch in Deutschland für Bildung, Hilfe zur Selbsthilfe und Verbesserung der Lebensbedingungen ein. Zusätzlich unterstützt die Initiative die beidseitige Integration in Deutschland mit zahlreichen Projekten, Veranstaltungen und Maßnahmen.

Die Veranstaltung wird online stattfinden!

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Letzte Veranstaltungen der Veranstaltungsreihe:

Di., 26.01.2021,19 Uhr, online
Empowermentprozesse von Frauen in urbaner und solidarischer Landwirtschaft in Bogotá/ Kolumbien
Dr. Birgit Hoinle (Uni Tübingen)

Verschoben auf März wegen Corona:
Film: Mutterland – Das Matriarchat der Minangkabau
Uschi Madeisky (Filmemacherin und Pädagogin)

 

 

Marburger Forum für entwicklungspolitische und interkulturelle Themen in Kooperation mit
ARBEIT und LEBEN Marburg (AG von DGB und vhs)

 

 

 

 

 

Die Veranstaltungen werden gefördert durch den Katholischen Fonds und das Land Hessen. Gefördert von ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des BMZ. Für den Inhalt ist allein die Initiative Solidarische Welt e.V. verantwortlich.

Online-Seminar: Care Migration nach Europa

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe Empowerment von Frauen im Globalen Süden und Norden

Vortrag und Diskussion mit Elfriede Harth (Care Revolution)

Die Debatten um Care-Arbeit und Migration werden meist getrennt voneinander geführt.
Es ist jedoch sinnvoll, sie zu verknüpfen, da so der Blick geschärft wird für die Feminisierung der Migration, die zunehmend in hiesige Privathaushalte führt. In dem Vortrag werden sowohl die Arbeitsbedingungen in den hiesigen Privathaushalten angesprochen, wie auch die Folgen thematisiert, die die Migration für die Care Arbeit in den Herkunftsländern hat. Gezeigt werden soll aber auch, dass es sich bei den Care-Arbeiterinnen um selbstbewusste aktive Frauen handelt, die nicht einfach Opfer von Strukturen sind.

Elfriede Harth hat in Paris Politikwissenschaften studiert. Sie arbeitet beim Netzwerk Care Revolution Rhein-Main und ist Mitbegründerin der Initiativgruppe Bedingungsloses Grundeinkommen.

Die Veranstaltung findet nicht, wie ursprünglich angekündigt im TTZ statt, sondern wegen der Corona-Pandemie online.

Teilnahme kostenfrei

Bitte hier anmelden


Weitere Veranstaltungen der Veranstaltungsreihe:

Di., 24.11.2020, 19 Uhr, online
Online: Soppexcca – Frauen in einer nicaraguanischen Kaffeekooperative
Karla Méndez (Soppexcca)

Do., 14.01.2021, 19 Uhr, Kino Capitol
Film: Mutterland – Das Matriarchat der Minangkabau
Uschi Madeisky (Filmemacherin und Pädagogin)

Di, 19.01.2021, 19 Uhr, TTZ
Frauen in Afghanistan
Shaima Ghafury (Initiative Afghanisches Hilfswerk e.V.)

Di., 26.01.2021,19 Uhr, TTZ
Empowermentprozesse von Frauen in urbaner und solidarischer Landwirtschaft in Bogotá/ Kolumbien
Dr. Birgit Hoinle (Uni Tübingen)

 

 

Marburger Forum für entwicklungspolitische und interkulturelle Themen in Kooperation mit
ARBEIT und LEBEN Marburg (AG von DGB und vhs)

 

 

 

 

 

Die Veranstaltungen werden gefördert durch den Katholischen Fonds und das Land Hessen. Gefördert von ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des BMZ. Für den Inhalt ist allein die Initiative Solidarische Welt e.V. verantwortlich.

Film #FEMALE PLEASURE

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe Empowerment von Frauen im Globalen Süden und Norden

Anschließend Filmgespräch mit Dr. Nina Schumacher (Gleichstellungsreferat Uni Marburg)

Fünf mutige, kluge und selbstbestimmte Frauen stehen im Zentrum von Barbara Millers Dokumentarfilm #FEMALE PLEASURE. Sie brechen das Tabu des Schweigens und der Scham, das ihnen die Gesellschaft oder ihre religiösen Gemeinschaften mit ihren archaisch-patriarchalen Strukturen auferlegen. Mit einer unfassbaren positiven Energie und aller Kraft setzen sich Deborah Feldman, Leyla Hussein, Rokudenashiko, Doris Wagner und Vithika Yadav für sexuelle Aufklärung und Selbstbestimmung aller Frauen ein, hinweg über jedwede gesellschaftliche sowie religiöse Normen und Schranken. Dafür zahlen sie einen hohen Preis – sie werden öffentlich diffamiert, verfolgt und bedroht, von ihrem ehemaligen Umfeld werden sie verstoßen und von Religionsführern und fanatischen Gläubigen sogar mit dem Tod bedroht.
#FEMALE PLEASURE ist ein Film, der schildert, wie universell und alle kulturellen und religiösen Grenzen überschreitend die Mechanismen sind, die die Situation der Frau – egal in welcher Gesellschaftsform – bis heute bestimmen. Gleichzeitig zeigen uns die fünf Protagonistinnen, wie man mit Mut, Kraft und Lebensfreude jede Struktur verändern kann.

Der Eintritt ist frei

Bitte Plätze reservieren unter:
veranstaltungen@marburger-weltladen.de

Es können maximal 10 Personen oder Gruppen aus  zwei Haushalten im Kino zusammensitzen. Bitte dann als Gruppe anmelden.


Weitere Veranstaltungen der Veranstaltungsreihe:

Di, 17.11.2020, 19 Uhr, TTZ
Care Migration nach Europa
Elfriede Harth (Care Revolution)

Di., 24.11.2020, 19 Uhr, TTZ
Soppexcca – Frauen in einer nicaraguanischen Kaffeekooperative
Karla Méndez (Soppexcca)

Do., 14.01.2021, 19 Uhr, Kino Capitol
Film: Mutterland – Das Matriarchat der Minangkabau
Uschi Madeisky (Filmemacherin und Pädagogin)

Di, 19.01.2021, 19 Uhr, TTZ
Frauen in Afghanistan
Shaima Ghafury (Initiative Afghanisches Hilfswerk e.V.)

Di., 26.01.2021,19 Uhr, TTZ
Empowermentprozesse von Frauen in urbaner und solidarischer Landwirtschaft in Bogotá/ Kolumbien
Dr. Birgit Hoinle (Uni Tübingen)

 

Marburger Forum für entwicklungspolitische und interkulturelle Themen in Kooperation mit ARBEIT und LEBEN Marburg (AG von DGB und vhs)

 

 

 

 

Die Veranstaltungen werden gefördert durch den Katholischen Fonds und das Land Hessen. Gefördert von ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des BMZ. Für den Inhalt ist allein die Initiative Solidarische Welt e.V. verantwortlich.

Neue Veranstaltungsreihe „Empowerment von Frauen im Globalen Süden und Norden“

„Each for Equal“ – So lautet das Thema der Vereinten Nationen zum internationalen Frauentag  2020. Eine Forderung, die eigentlich weltweit als Grundvoraussetzung des sozialen Lebens gelten und gelebt werden sollte. Dennoch ist es auch über hundert Jahre, nachdem der internationale Frauentag das erste Mal zelebriert wurde, von ungemeiner Relevanz, jedes Jahr auf ein Neues auf die bestehende Diskriminierung und Ungleichheiten zwischen Männern und Frauen aufmerksam zu machen. Entstanden ist der internationale Frauentag aus dem Kampf um Gleichberechtigung, dem Wahlrecht für Frauen sowie der Emanzipation der Arbeiterinnen.
Seitdem hat sich bereits in vielen Teilen der Welt ein grundlegender Wandel des Frauenbildes vollzogen, viele Erfolge hin zu einer gleichberechtigten Lebenswirklichkeit sind erkämpft und errungen worden. In den letzten Jahrzehnten haben sich Frauen weltweit mit wachsendem Erfolg und Selbstbewusstsein sozial, kulturell und politisch organisiert und sind als Akteurinnen sichtbar geworden. So hat sich von Argentinien aus die mittlerweile internationale Bewegung ‚Ni una menos‘ gegründet, die u.a. gegen die von der Regierung stillschweigend hingenommene Ermordung tausender Frauen protestiert. In Nordafrika haben Frauen seit Beginn des  arabischen Frühlings und den sich anschließenden Bewegungen eine starke Stimme und Alaa Salah ist zum Gesicht der Revolution im Sudan geworden. Dennoch: Auch im Jahr 2020 leben Frauen weltweit noch immer in patriarchalen Strukturen – von Gleichberechtigung der Geschlechter kann keine Rede sein, weder im globalen Süden noch im Norden.
Die Veranstaltungsreihe soll einen Einblick in die unterschiedlichsten Konflikte geben, denen sich Frauen weltweit ausgesetzt sehen. Sie soll aber auch zeigen, wie stark, mutig und  selbstbewusst Frauen gegen die Ungerechtigkeiten kämpfen und sich keinesfalls ohne weiteres ihre Stimme nehmen lassen.

Das komplette Programm zum Download