Schlagwort-Archive: Gender-Gerechtigkeit

Starke Frauen in Indien – Perspektivwechsel zwischen Nord und Süd

Veranstaltungsreihe „Indien – Kontinuität und Wandel“

Vortrag und Diskussion mit

Vidya Varghese und Yasotha Subramaniam,
Süd-Nord-Freiwillige bei der Karl Kübel Stiftung

Viele starke Frauen setzen sich in Indien für Geschlechtergerechtigkeit ein. Vidya Varghese und
Yasotha Subramaniam sprechen über Herausforderungen und Möglichkeiten junger Frauen in Indien. Sie erzählen ihre eigenen Geschichten als Frauen in einem Land, das sich von Bundesstaat zu Bundesstaat ebenso stark unterscheidet, wie der Alltag der Frauen, die dort leben. Als Sozialarbeiterinnen geben sie zugleich Einblicke in die Arbeit von indischen  Nichtregierungsorganisationen.
Ausgehend von persönlichen Erfahrungen und zusammen mit Lea Diehl bieten sie einen Perspektivwechsel zwischen globalem Norden und globalem Süden und laden zum  Hinterfragen von Rollenbildern in Indien und Deutschland ein.

 
Aktuell leisten Vidya Varghese und Yasotha Subramaniam einen Freiwilligendienst in Deutschland bei der Karl Kübel Stiftung. Lea Diehl hat einen solchen Freiwilligendienst als Deutsche in Indien geleistet. Heute engagiert sie sich weiterhin für Projekte zur Stärkung von indischen Frauen in dem
Verein
Dhira  e.V.

 

 

BMZ_CMYK_de aul logoland hessen logo LOGO Katholischer Fonds farbig III

In Kooperation mit Arbeit und Leben Hessen.
Die Veranstaltungen werden gefördert durch Brot für die Welt, den Katholischen Fonds und das Land Hessen. Gefördert von ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des BMZ.
Für den Inhalt ist allein die Initiative Solidarische Welt verantwortlich.

Veranstaltungsreihe Uganda: Von Macht und Moral: Aktuelle Debatten über Sexualität in Uganda

Bild: https://commons.wikimedia.org/wiki/File%3AUganda_Anti-Homosexuality_Bill_protest.jpg By riekhavoc [CC BY-SA 2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)], via Wikimedia Commons from Wikimedia Commons

Veranstaltungsreihe Uganda

Vortrag und Diskussion mit

Dr. Julia Vorhölter, Universität Göttingen

In den letzten Jahren sind in Uganda vermehrt Gesetzesentwürfe diskutiert und verabschiedet worden, die das sexuelle Verhalten der Bevölkerung regulieren sollen. Das kontroverse Anti-Homosexualitätsgesetz ist ihr bekanntestes Beispiel. Auch außerhalb juristischer und politischer Debatten ist Sexualität zu einem allgegenwärtigen Thema geworden: außer-eheliche Affären, Teenager-Schwangerschaften u.Ä. zieren täglich die Zeitungen.

Basierend auf umfangreichen Feldforschungen analysiert Dr. Vorhölter die aktuellen Debatten vor dem Hintergrund der weitreichenden sozio-kulturellen, ökonomischen und politischen Veränderungen, die Uganda seit den 80er Jahren erfahren hat. Sie argumentiert, dass Sexualität zu einem Sinnbild geworden ist, über das zentrale gesellschaftliche Werte und Machtbeziehungen verhandelt und ausgehandelt werden.

Dr. Julia Vorhölter forscht und unterrichtet als Post-Doc an der Universität Göttingen.

¡YO SOY MUJER! Kampf um Frauenrechte in El Salvador

Wie sehen die Lebenssituationen von Frauen in El Salvador aus? Wie weit ist die Emanzipation der Frauen in der salvadorianischen Gesellschaft gediehen, nach zwölf Jahren Bürgerkrieg, 20 Jahren ultrarechter ARENA-Regierung und sechs Jahren Mitte-links-Regierung der Nationalen Befreiungsfront Farabundo Martí (FMLN)?

Wir wollen nachfragen, was Frau-Sein in El Salvador heißt. Wie beschreiben Frauen ihre soziale, gesellschaftliche und ökonomische, aber auch rechtliche Situation? Können Selbstbewusstsein und politische Partizipation von Frauen dem allgegenwärtigen Machismo und der Gewalt Paroli bieten? Wir wollen hinterfragen, wie die politischen Eliten in El Salvador mit „Frau“ im Parlament, im Justizsystem oder auch bei Straßenmobilisierungen umgehen. Wir wollen erfahren, welchen Schwierigkeiten Kampagnen für reproduktive Selbstbestimmungsrechte begegnen und uns fragen: Wer verhindert die Aufhebung des absoluten Abtreibungsverbotes? Wir wollen verstehen, mit welchen traditionellen, kirchlichen und konservativen Bildern Frau in eine Rolle erzogen und ihr das Selbstbestimmungsrecht abgesprochen wird und was feministische Kämpfe in der heutigen salvadorianischen Gesellschaft bedeuten können.

Zu diesem Thema wird Azucena Ortíz im Rahmen der El Salvador-Rundreise sprechen und mit uns diskutieren.

Azucena Ortíz ist seit 2014 Geschäfts­führerin des Frauen­verbandes Mélida Anaya Montes. Die nach der Gründerin der ersten salvadorianischen Guerillaorganisation, Mélida Anaya Montes benannten Mélidas formierten sich nach dem Friedensschluß 1992 in einer Versammlung von über 1.500 Frauen. In den vergangenen 23 Jahren haben sich die Mélidas als Organisation einen Namen gemacht, die u.a Hausangestellte, Arbeiterinnen in den Billiglohn-Weltmarktfabriken (Maquilas) und Landfrauen unterstützt und mit ihnen für ihre Rechte kämpft. Heute kommen Ministerinnen und Abgeordnete der Regierungspartei FMLN aus den Reihen der Mélidas.

Menschenrechte und Gender-Gerechtigkeit in Südafrika

(Foto: Rita Schäfer)

Veranstaltungsreihe 20 Jahre freies Südafrika: Gute Hoffnung am Kap?

Vortrag und Diskussion mit

Rita Schäfer (freiberufliche Wissenschaftlerin, Autorin und Gutachterin für Entwicklungsorganisationen)

Seit den ersten demokratischen Wahlen 1994 und der Präsidentschaft Nelson Mandelas lautet ein Ziel von Staat und Zivilgesellschaft: Verwirklichung der Frauen- und Menschenrechte. So hat Südafrika ein vorbildliche geschlechtergerechte Verfassung. Sie schreibt Gleichheitsgrundsätze in allen Lebensbereichen, das Recht auf Gesundheit und den Gewaltschutz fest.

Gleichzeitig gilt das Land am Kap weltweit als Spitzenreiter in Gewaltstatistiken. Jährlich werden über 60.000 Vergewaltigungen polizeilich registriert. Frauen-, Homosexuellen- und Kinderrechtsorganisationen gehen davon aus, dass die Dunkelziffer weitaus höher ist. Ärztinnen und Juristinnen betonen, dass sexualisierte Gewalt wesentlich zu den steigenden HIV-Infektionen insbesondere bei Mädchen und jungen Frauen beiträgt. Auch homophobe Gewalt ist ein Problem, das Veränderungen martialischer Männlichkeitsvorstellungen verlangt. Dieser Vortrag wird die Gewaltstrukturen mit Blick auf das koloniale Erbe und die Folgen der Apartheid erörtern. Zudem werden Gender-Institutionen und Gender-Strategien vorgestellt, zumal einige von der internationalen Entwicklungszusammenarbeit gefördert werden.

Frauenselbstbild (Foto: Rita Schäfer)

(Foto: Rita Schäfer)

(Fotos: Rita Schäfer)

Dr. Rita Schäfer ist freiberufliche Wissenschaftlerin, Autorin und Gutachterin für Entwicklungsorganisationen.

http://liportal.giz.de/suedafrika/

http://www.afrika-sued.org/home/

Marburger Forum für entwicklungspolitische und interkulturelle Themen in Kooperation mit ARBEIT und LEBEN Marburg (AG von DGB und vhs)

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