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Die Rolle der Kunst beim Aufbau einer Friedenskultur in Kolumbien

Veranstaltungsreihe Kolumbien

Vortrag und Diskussion mit

Michelle Pérez Cardozo (Internationale Literaturen, M.A.)

Nach vier Jahren andauernden Friedensgesprächen zwischen der Regierung und der Guerillagruppe FARC ist das Ende des längst bewaffneten Konfliktes Lateinamerikas in Sicht. In diesem Vortrag wird die These vertreten, dass Kunst und Literatur als ein Mittel für die Förderung des Bewusstseins einer gewaltfreien Konfliktlösung dienen können und Möglichkeiten schaffen, die Vergangenheit aufzuarbeiten.
Dabei kann die Literatur zum Aufbau einer Erinnerungskultur, die die Opfer der Gewalt anerkennt, und zur Aufklärung über den Konflikt und dessen Gründe im ganzen Land beitragen.

Michelle Camila Pérez ist in Kolumbien geboren und aufgewachsen.
Seit 5 Jahren lebt sie in Deutschland. In ihrer Masterarbeit behandelte sie den Zusammenhang zwischen Literatur und Krieg am Beispiel des kolumbianischen Schriftstellers Alfredo
Molano. Aktuell arbeitet sie als Bildungsreferentin.

 

Die Veranstaltung ist Teil der 11. Semana Latina.

 

In Kooperation mit Arbeit und Leben Hessen.
Die Veranstaltungen werden gefördert durch Brot für die Welt, den Katholischen Fonds und
das Land Hessen. Gefördert von ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des BMZ. Für den Inhalt
ist allein die Initiative Solidarische Welt verantwortlich.

Menschenrechte und Gender-Gerechtigkeit in Südafrika

(Foto: Rita Schäfer)

Veranstaltungsreihe 20 Jahre freies Südafrika: Gute Hoffnung am Kap?

Vortrag und Diskussion mit

Rita Schäfer (freiberufliche Wissenschaftlerin, Autorin und Gutachterin für Entwicklungsorganisationen)

Seit den ersten demokratischen Wahlen 1994 und der Präsidentschaft Nelson Mandelas lautet ein Ziel von Staat und Zivilgesellschaft: Verwirklichung der Frauen- und Menschenrechte. So hat Südafrika ein vorbildliche geschlechtergerechte Verfassung. Sie schreibt Gleichheitsgrundsätze in allen Lebensbereichen, das Recht auf Gesundheit und den Gewaltschutz fest.

Gleichzeitig gilt das Land am Kap weltweit als Spitzenreiter in Gewaltstatistiken. Jährlich werden über 60.000 Vergewaltigungen polizeilich registriert. Frauen-, Homosexuellen- und Kinderrechtsorganisationen gehen davon aus, dass die Dunkelziffer weitaus höher ist. Ärztinnen und Juristinnen betonen, dass sexualisierte Gewalt wesentlich zu den steigenden HIV-Infektionen insbesondere bei Mädchen und jungen Frauen beiträgt. Auch homophobe Gewalt ist ein Problem, das Veränderungen martialischer Männlichkeitsvorstellungen verlangt. Dieser Vortrag wird die Gewaltstrukturen mit Blick auf das koloniale Erbe und die Folgen der Apartheid erörtern. Zudem werden Gender-Institutionen und Gender-Strategien vorgestellt, zumal einige von der internationalen Entwicklungszusammenarbeit gefördert werden.

Frauenselbstbild (Foto: Rita Schäfer)

(Foto: Rita Schäfer)

(Fotos: Rita Schäfer)

Dr. Rita Schäfer ist freiberufliche Wissenschaftlerin, Autorin und Gutachterin für Entwicklungsorganisationen.

http://liportal.giz.de/suedafrika/

http://www.afrika-sued.org/home/

Marburger Forum für entwicklungspolitische und interkulturelle Themen in Kooperation mit ARBEIT und LEBEN Marburg (AG von DGB und vhs)

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