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Veranstaltungsreihe Uganda: Von Macht und Moral: Aktuelle Debatten über Sexualität in Uganda

Bild: https://commons.wikimedia.org/wiki/File%3AUganda_Anti-Homosexuality_Bill_protest.jpg By riekhavoc [CC BY-SA 2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)], via Wikimedia Commons from Wikimedia Commons

Veranstaltungsreihe Uganda

Vortrag und Diskussion mit

Dr. Julia Vorhölter, Universität Göttingen

In den letzten Jahren sind in Uganda vermehrt Gesetzesentwürfe diskutiert und verabschiedet worden, die das sexuelle Verhalten der Bevölkerung regulieren sollen. Das kontroverse Anti-Homosexualitätsgesetz ist ihr bekanntestes Beispiel. Auch außerhalb juristischer und politischer Debatten ist Sexualität zu einem allgegenwärtigen Thema geworden: außer-eheliche Affären, Teenager-Schwangerschaften u.Ä. zieren täglich die Zeitungen.

Basierend auf umfangreichen Feldforschungen analysiert Dr. Vorhölter die aktuellen Debatten vor dem Hintergrund der weitreichenden sozio-kulturellen, ökonomischen und politischen Veränderungen, die Uganda seit den 80er Jahren erfahren hat. Sie argumentiert, dass Sexualität zu einem Sinnbild geworden ist, über das zentrale gesellschaftliche Werte und Machtbeziehungen verhandelt und ausgehandelt werden.

Dr. Julia Vorhölter forscht und unterrichtet als Post-Doc an der Universität Göttingen.

Menschenrechte und Gender-Gerechtigkeit in Südafrika

(Foto: Rita Schäfer)

Veranstaltungsreihe 20 Jahre freies Südafrika: Gute Hoffnung am Kap?

Vortrag und Diskussion mit

Rita Schäfer (freiberufliche Wissenschaftlerin, Autorin und Gutachterin für Entwicklungsorganisationen)

Seit den ersten demokratischen Wahlen 1994 und der Präsidentschaft Nelson Mandelas lautet ein Ziel von Staat und Zivilgesellschaft: Verwirklichung der Frauen- und Menschenrechte. So hat Südafrika ein vorbildliche geschlechtergerechte Verfassung. Sie schreibt Gleichheitsgrundsätze in allen Lebensbereichen, das Recht auf Gesundheit und den Gewaltschutz fest.

Gleichzeitig gilt das Land am Kap weltweit als Spitzenreiter in Gewaltstatistiken. Jährlich werden über 60.000 Vergewaltigungen polizeilich registriert. Frauen-, Homosexuellen- und Kinderrechtsorganisationen gehen davon aus, dass die Dunkelziffer weitaus höher ist. Ärztinnen und Juristinnen betonen, dass sexualisierte Gewalt wesentlich zu den steigenden HIV-Infektionen insbesondere bei Mädchen und jungen Frauen beiträgt. Auch homophobe Gewalt ist ein Problem, das Veränderungen martialischer Männlichkeitsvorstellungen verlangt. Dieser Vortrag wird die Gewaltstrukturen mit Blick auf das koloniale Erbe und die Folgen der Apartheid erörtern. Zudem werden Gender-Institutionen und Gender-Strategien vorgestellt, zumal einige von der internationalen Entwicklungszusammenarbeit gefördert werden.

Frauenselbstbild (Foto: Rita Schäfer)

(Foto: Rita Schäfer)

(Fotos: Rita Schäfer)

Dr. Rita Schäfer ist freiberufliche Wissenschaftlerin, Autorin und Gutachterin für Entwicklungsorganisationen.

http://liportal.giz.de/suedafrika/

http://www.afrika-sued.org/home/

Marburger Forum für entwicklungspolitische und interkulturelle Themen in Kooperation mit ARBEIT und LEBEN Marburg (AG von DGB und vhs)

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