Schlagwort-Archive: Kolumbien

Lesung „Marielas Traum“ mit der Autorin Alexandra Huck

Im Rahmen der 12. SEMANA LATINA

„Eher fließt das Wasser flussaufwärts, als dass ein Vertriebener sein Land zurückbekommt – oder dass ein General für seine Verbrechen ins Gefängnis geht“, sagt der alte Eugenio, Marielas Vater.

Mariela und die Menschen in ihrem Dorf stehen einer erdrückenden Übermacht gegenüber. Doch sie sind entschlossen, den Kampf um ihr Land aufzunehmen.  

Der Roman erzählt nicht nur die Geschichte von Marielas persönlichem Kampf für Gerechtigkeit sondern erzählt auch davon, wie Menschen inmitten des Krieges in Kolumbien die Hoffnung aufrecht erhalten.

Mariela wächst an den Ufern des Chitandó auf, wo ihre Eltern im kolumbianischen Dschungel ein Stück Land urbar gemacht haben. Immer weiter dringen indes Paramilitärs in die Region vor. Sie haben auch Marielas Vettern Jhon und Alexis im Visier. Brutal vertreiben die bewaffneten Männer die Menschen aus Marielas Dorf. Und Oberst Montenegro und sein Verbündeter Héctor setzen alles daran, dass die Dorfbewohner niemals an den Chitandó zurückkehren.

Doch Mariela und die Ihren sind nicht allein. Der erfahrene Anwalt Felipe hilft ihnen, ihr Recht auf das Land am Chitandó einzuklagen. Felipe will die Verantwortlichen für Mord und Vertreibung vor Gericht bringen – und fordert damit mächtige Interessen heraus.
Wie gefährlich das ist, lernt schnell auch die junge Deutsche Beata. Sie war  eigentlich nur für ein Praktikum bei Felipe und seinen Kollegen nach Kolumbien gekommen. Aber die Menschen vom Chitandó wachsen Beata ans Herz, und ihr wird klar, dass die Plantagen, die auf dem geraubten Land angelegt werden, auch für den europäischen Markt produzieren werden.

Der Roman erzählt nicht nur die Geschichte von Marielas persönlichem Kampf für Gerechtigkeit sondern erzählt auch davon, wie Menschen inmitten des bewaffneten Konfliktes in Kolumbien die Hoffnung aufrecht erhalten. Nicht nur Mariela, sondern viele Kleinbäuer_innen weltweit sind von „Landgrabbing“ betroffen und in ihrer Existenz bedroht.

Alexandra Huck wurde 1969 in Baden-Württemberg geboren und hat Politikwissenschaft, Romanistik und Volkswirtschaftslehre studiert. In Kolumbien war sie 1999 zum ersten Mal als Freiwillige mit Peace Brigades International (PBI) und ist seither vielfach dorthin gereist, u.a. zu Recherchen für Marielas Traum.
Seit mehr als zehn Jahren lebt Alexandra Huck in Berlin und hat in dieser Zeit verschiedentlich Sachtexte zu Kolumbien verfasst. Mit Marielas Traum legt sie ihren ersten Roman vor. Sie arbeitet bei der Organisation kolko – Menschenrechte für Kolumbien e.V.

 

Kolumbien: Immer die Frage nach Ressourcen – Konflikte im Frieden

Ersatztermin für die ausgefallene Veranstaltung mit Alke Jenss am 18.01.

Veranstaltungsreihe Kolumbien

Vortrag und Diskussion mit

Alke Jenss (Soziologin)

In Kolumbien verändert sich mit dem Ende des bewaffneten Konfliktes zwischen Staat und
FARC-Guerilla einiges. Das Wirtschaftsmodell allerdings nicht. Die Förderung von
Ressourcen wie Kohle, Öl oder der Anbau von Agrartreibstoffen wird weiterhin
großgeschrieben, obwohl dies die ungleiche Landverteilung teilweise weiter verschärft.
Denn der Zugang zu Land ist historisch einer der Hauptgründe für Kolumbiens bewaffnete
Konflikte gewesen. Der Vortrag fragt nach der Rolle von Aneignung und der Rückgabe von
Land an Vertriebene für einen nachhaltigen Frieden. Besonderes Augenmerk wird auf den
Wirtschafts- und Infrastrukturprojekten in Ostkolumbien liegen, die für die Region nach dem
Ende des Konflikts große Zukunftsvisionen malen.

Alke Jenss ist Soziologin und forscht am Arnold-Bergstraesser-Institut in Freiburg zu Gewaltkonflikten und Ökonomie.

In Kooperation mit Arbeit und Leben Hessen.
Die Veranstaltungen werden gefördert durch Brot für die Welt, den Katholischen Fonds
und das Land Hessen. Gefördert von ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des BMZ.
Für den Inhalt ist allein die Initiative Solidarische Welt verantwortlich.

Dokumentarfilm: „La Buena Vida“

Veranstaltungsreihe Kolumbien

Filmvorführung und Gespräch mit dem Regisseur

Jens Schanze

Der Film erzählt die Geschichte der kolumbianischen Dorfgemeinschaft Tamaquito
vor dem Hintergrund des weltweit steigenden Energiekonsums.
Denn die Lebensgrundlage der Wayúu-Gemeinschaft wird durch den Kohleabbau
in der Mine «El-Cerrejón» zerstört: Das gewaltige Loch, mit 700 Quadratkilometern der
größte Kohletagebau der Welt, frisst sich immer tiefer in die Landschaft.
Die Steinkohle wird in alle Welt exportiert, auch nach Deutschland. Die Bewohner*innen
beginnen den Kampf um ihr Leben in den Wäldern, der schon bald zum Existenzkampf wird.
Regie: Jens Schanze, 2014
OmU, Spanisch, DE/CH, Laufzeit 97 Minuten
In Kooperation mit Arbeit und Leben Hessen.
Die Veranstaltungen werden gefördert durch Brot für die Welt, den Katholischen Fonds
und das Land Hessen. Gefördert von ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des BMZ.
Für den Inhalt ist allein die Initiative Solidarische Welt verantwortlich.

Paramilitarismus in Zeiten des Postkonflikts

Bildquelle: Masacre en Montes de Maria Author Mujeres Tejedoras de Mampuján

Veranstaltungsreihe Kolumbien

Vortrag und Diskussion mit

William Bastidas (Journalist)

In Kolumbien findet aktuell eine Zeitenwende statt, die von vielen als Postkonflikt bezeichnet
wird. Unter Postkonflikt versteht man die Zeit, die nun angebrochen ist nach dem bewaffneten
Konflikt zwischen Regierung und der Guerillagruppe FARC.
Aber endet der bewaffnete Konflikt in Kolumbien tatsächlich? Angesichts dieser Frage taucht am Horizont eine schwer zu verbergende Realität auf:
die Präsenz des Paramilitarismus in vielen Regionen des Landes.
Was ist der Paramilitarismus und welche Rolle spielt er in dieser neuen Phase der Geschichte
Kolumbiens? In diesem Vortrag wollen wir versuchen, uns diesem Problem aus der
Perspektive kolumbianischer Menschenrechtsverteidiger*innen anzunähern.

William Bastidas stammt aus Kolumbien und ist Journalist und Kommunikationswissenschaftler. Bis 2002 war er als Menschenrechtsverteidiger bei verschiedenen kolumbianischen Organisationen tätig. Danach arbeitete er für das Nürnberger Menschenrechtszentrum.
Aktuell ist er u.a.Vorstandsmitglied von Kolko – Menschenrechte für Kolumbien e.V. mit Sitz in Berlin.

In Kooperation mit Arbeit und Leben Hessen.
Die Veranstaltungen werden gefördert durch Brot für die Welt, den Katholischen Fonds
und das Land Hessen. Gefördert von ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des BMZ.
Für den Inhalt ist allein die Initiative Solidarische Welt verantwortlich.

Konzepte nachhaltiger Landwirtschaft

In einem Land im Aufbruch

Veranstaltungsreihe Kolumbien

Vortrag und Diskussion mit

Lina Maria Echeverri-Roeder (Beraterin und Juristin)

 

Die Zukunft ist offen und es gibt viel Raum für Überlegungen, die heute
mehr denn je notwendig sind:

– Was haben Landwirtschaft und Frieden miteinander zu tun?

– Welches produktive Potenzial und welche Risiken hat Kolumbien?

– Wie könnte Kolumbien von Fair Trade und Bio-Landbau profitieren?

All diesen Fragen wird die Referentin in ihrem Vortrag nachgehen.

Lina Maria Echeverri-Roeder ist als Beraterin in der Umsetzung von Nachhaltigkeits-
Programmen zwischen öffentlichen und privaten Partnern aus Europa und Lateinamerika tätig.

In Kooperation mit Arbeit und Leben Hessen.
Die Veranstaltungen werden gefördert durch Brot für die Welt, den Katholischen Fonds
und das Land Hessen. Gefördert von ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des BMZ.
Für den Inhalt ist allein die Initiative Solidarische Welt verantwortlich.