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Lesung von „The unruly passenger“

Buchvorstellung und Diskussion
(in englischer Sprache) mit

Muriel Mben (Autorin)

Muriel Mben liest aus ihrer Kurzgeschichte “The unruly passenger”. Ugochi Emeka ist eine junge Frau aus Nigeria. Sie hat in Deutschland studiert und sich später in Gießen selbstständig gemacht. Eines Morgens stellt sie fest, dass sie nicht genug warme Kleidung für diesen kalten Winter hat. Sie entschließt sich nach Frankfurt zu fahren, um neue Kleidung zu erwerben. Bei dieser Fahrt muss sie jedoch einige schlechte Erfahrungen machen: Diese reichen von einem Treffen mit einer rassistischen Verkäuferin bis zu einer Begegnung im Zug. Muriel Mben erzählt vom Leben in Deutschland aus der Perspektive einer schwarzen Frau. Ihr Ziel ist es, die Leser*innen darauf aufmerksam zu machen, wie es ist, als Ausländerin mit Diskriminierung umzugehen.

Muriel Mben ist in Kamerun geboren und lebt seit 6 Jahren in Deutschland. Sie studiert im Master Kultur -und Sozialanthropologie an der Universität Marburg. Ihre erste Kurzgeschichte „La dernière pluie“ wurde 2014 in Frankreich veröffentlicht. “The Unruly Passenger” (2015) ist ein Beitrag in einer Reihe von Kurzgeschichten.

Veranstaltungsreihe Uganda: Wie isst Uganda? – Infos, gemeinsames Kochen und Essen

Bild: Ebyenyaanja“ by Wasswajimmy – Own work. Licensed under CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons

Veranstaltungsreihe Uganda

Workshop und Filmvorführung

Wie isst Uganda? In dieser Veranstaltung nähern wir uns Uganda auf andere Art und Weise und nehmen einen Einblick in die ugandische Küche. Ein Workshop bietet die Möglichkeit zusammen unter Anleitung verschiedene Speisen aus Uganda und Ostafrika zuzubereiten. Die dann natürlich anschließend auch gemeinsam verspeist werden. Während des gemeinsamen Essens wird es zusätzliche Informationen über Landwirtschaft, Ernährung und Landgrabbing in Uganda gegeben.

Im Anschluss an den Workshop zeigen wir den Dokumentarfilm „God Loves Uganda“. Er beleuchtet die Verbindungen zwischen evangelikalen Gruppen in Uganda und denen in den USA. Er folgt einer Gruppe junger Missionar*innen der „International House of Prayer“ Bewegung auf ihrer Tour durch Uganda, portraitiert ihre Führer und zeigt den aggressiven Versuch junge Menschen für ein Evangelium zu gewinnen, das vermeintliche Liebe mit Hass und Intoleranz verbindet. Deutlich wird dies vor allem durch ihre Beteiligung an den massiven homophoben Kampagnen in Uganda.

Veranstaltungsort:
Seminarhaus Alte Mensa, Reitgasse 11 in der Marburger Oberstadt
(Eingang Bastelhaus)

 

KinderKulturKarawane live: Sosolya Undugu Dance Academy

Die “Sosolya Undugu Dance Academy” (SUDA) wurde von einer Gruppe junger, talentierter Künstler in der ugandischen Hauptstadt Kampala gegründet. Die Akademie errichteten sie in der Nähe von Slums, um vor allem ausgeschlossene und sozial benachteiligte Kinder zu erreichen und ihre Lust am Leben wieder zu erwecken. Sie ist für alle Bewohner der Stadt zugänglich. Professionelle Künstlerinnen und Künstler unterrichten die jungen Talente in traditioneller afrikanischer Musik, Tanz und Schauspiel, dabei achten sie auf individuelle Förderung.
Inzwischen gehören schon mehr als 300 Kinder und Jugendliche im Alter von 5 bis 18 Jahren zu den Schülern der Akademie. Sie werden in den drei größten Städten Ugandas unterrichtet. Darüber hinaus organisiert SUDA verschiedene Bildungs- und Freizeitangebote für Kinder, die in den Slums leben.

Die Vision

Das Projekt ist Teil der „Undugu“–Bewegung, die sich für ein afrikanisches Gemeinschaftsgefühl und ein Leben in Frieden und kultureller Vielfalt einsetzt.
„Undugu“ ist kiswahili und bedeutet so viel wie Freundschaft oder Geschwisterschaft. Durch Tanz und Musik möchte die „Sosolya Undugu Dance Academy“ Respekt und Verständnis zwischen den verschiedenen Stammeskulturen fördern. Die Herausforderung besteht darin, die traditionellen Künste und Traditionen Ugandas zu bewahren und gleichzeitig mit menschenverachtenden Bräuchen wie der Genitalverstümmelung zu brechen und zu einem Umdenken aufzurufen.

Die Freude im Tanz

Die SUDA-Gründer sind überzeugt, dass der Tanz die beste Art ist, sich selbst auszudrücken und gegenüber anderen zu öffnen. Dabei benutzen sie den ganzen Körper – typisch für Uganda sind Stampf-, Hüft-, Bauch- und Armtänze. Durch die Einbindung des Publikums macht die Gruppe ihre Gefühle und Gedanken für alle sicht- und erfahrbar. Aus Musik und Tanz ziehen die jungen KünstlerInnen Energie und Lebensfreude und feiern das Leben. „Wer tanzt, vergisst die Gewalt und die Kriege um sich herum und erkennt das Leben selbst“, sagt Br. Mark L. Mugwanya, Mitgründer von SUDA.

Einer der begabtesten Musiker der ugandischen Künstlerszene und Musikdirektor der Sosolya Undugu Dance Acadamy, Laurence Okello, war 2002 gemeinsam mit den „Ndere Kids“ auf Reise mit der KinderKulturKarawane in Deutschland und begeisterte mit seinem Talent viele Zuschauer.

Die Mitglieder des aktuellen Ensembles können Sie hier kennenlernen.

http://www.sosolya.com/