Schlagwort-Archive: Lateinamerika

Film: WHEN TWO WORLDS COLLIDE

Im Rahmen des 13. Festival Latinoamericano

In Zusammenarbeit mit der Globale Mittelhessen

WHEN TWO WORLDS COLLIDE

Peru/USA/UK 2016 – 103 min, Spanisch mit engl.UT
Regie: Heidi Brandenburg und Mathew Orzel

Perus ehemaliger Präsident Alan García plante, Investoren den Zugang zu bisher unberührten Naturschutzgebieten in der Amazonas-Region zu ermöglichen, um dort Öl, Gas und Mineralien gewinnen zu können. Angeblich, um die in der Krise steckende Wirtschaft des Landes zu stärken. WHEN TWO WORLDS COLLIDE dokumentiert eindrücklich, wie sich die indigene und kleinbäuerliche Bevölkerung mit den ihnen eigenen Mitteln gegen einen übermächtigen Gegner zur Wehr setzte. Gezeigt werden aber auch die Last der Verantwortung und die persönlichen Konsequenzen, die der Widerstand für einen der Aktivisten des Widerstands, Alberto Pizango, hat.

Der Film gewann den Preis für den besten Nachwuchs-Dokumentarfilm auf dem Sundance-Festival.

Trailer

 

 

 

Kolumbien: Immer die Frage nach Ressourcen – Konflikte im Frieden

Ersatztermin für die ausgefallene Veranstaltung mit Alke Jenss am 18.01.

Veranstaltungsreihe Kolumbien

Vortrag und Diskussion mit

Alke Jenss (Soziologin)

In Kolumbien verändert sich mit dem Ende des bewaffneten Konfliktes zwischen Staat und
FARC-Guerilla einiges. Das Wirtschaftsmodell allerdings nicht. Die Förderung von
Ressourcen wie Kohle, Öl oder der Anbau von Agrartreibstoffen wird weiterhin
großgeschrieben, obwohl dies die ungleiche Landverteilung teilweise weiter verschärft.
Denn der Zugang zu Land ist historisch einer der Hauptgründe für Kolumbiens bewaffnete
Konflikte gewesen. Der Vortrag fragt nach der Rolle von Aneignung und der Rückgabe von
Land an Vertriebene für einen nachhaltigen Frieden. Besonderes Augenmerk wird auf den
Wirtschafts- und Infrastrukturprojekten in Ostkolumbien liegen, die für die Region nach dem
Ende des Konflikts große Zukunftsvisionen malen.

Alke Jenss ist Soziologin und forscht am Arnold-Bergstraesser-Institut in Freiburg zu Gewaltkonflikten und Ökonomie.

In Kooperation mit Arbeit und Leben Hessen.
Die Veranstaltungen werden gefördert durch Brot für die Welt, den Katholischen Fonds
und das Land Hessen. Gefördert von ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des BMZ.
Für den Inhalt ist allein die Initiative Solidarische Welt verantwortlich.

Globale Mittelhessen startet am 26. Januar

Am Freitagabend, den 26. Januar, eröffnet das Dokumentarfilmfestival Globale Mittelhessen 2018 mit dem Film „Grünes Gold – Dead Donkeys Don’t Fear Hyena“ in der Waggonhalle Marburg.

Dazu lädt der Weltladen Marburg als Mitveranstalter der Globale herzlich ein!

Das Festival läuft in diesem Jahr an 11 Orten und bis zum 10. Februar: Marburg, Gießen, Wetzlar, Gladenbach, Bad Nauheim, Saasen, Weilburg, Niederwetter, Dillenburg, Lohra-Damm und Biebertal-Königsberg.

Abgesehen vom Auftakt und den Filmen am Samstag 27.01., die  in der Waggonhalle stattfinden, laufen alle Marburger Filme im Kino Capitol in der Biegenstr. 8.

Das komplette Programm mit allen Spielorten und sonstige Informationen sind zu finden auf www.globalemittelhessen.de. Programmhefte gibt es im Weltladen, im Kino Capitol und an vielen anderen Stellen in der Stadt.

Dokumentarfilm: „La Buena Vida“

Veranstaltungsreihe Kolumbien

Filmvorführung und Gespräch mit dem Regisseur

Jens Schanze

Der Film erzählt die Geschichte der kolumbianischen Dorfgemeinschaft Tamaquito
vor dem Hintergrund des weltweit steigenden Energiekonsums.
Denn die Lebensgrundlage der Wayúu-Gemeinschaft wird durch den Kohleabbau
in der Mine «El-Cerrejón» zerstört: Das gewaltige Loch, mit 700 Quadratkilometern der
größte Kohletagebau der Welt, frisst sich immer tiefer in die Landschaft.
Die Steinkohle wird in alle Welt exportiert, auch nach Deutschland. Die Bewohner*innen
beginnen den Kampf um ihr Leben in den Wäldern, der schon bald zum Existenzkampf wird.
Regie: Jens Schanze, 2014
OmU, Spanisch, DE/CH, Laufzeit 97 Minuten
In Kooperation mit Arbeit und Leben Hessen.
Die Veranstaltungen werden gefördert durch Brot für die Welt, den Katholischen Fonds
und das Land Hessen. Gefördert von ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des BMZ.
Für den Inhalt ist allein die Initiative Solidarische Welt verantwortlich.

Paramilitarismus in Zeiten des Postkonflikts

Bildquelle: Masacre en Montes de Maria Author Mujeres Tejedoras de Mampuján

Veranstaltungsreihe Kolumbien

Vortrag und Diskussion mit

William Bastidas (Journalist)

In Kolumbien findet aktuell eine Zeitenwende statt, die von vielen als Postkonflikt bezeichnet
wird. Unter Postkonflikt versteht man die Zeit, die nun angebrochen ist nach dem bewaffneten
Konflikt zwischen Regierung und der Guerillagruppe FARC.
Aber endet der bewaffnete Konflikt in Kolumbien tatsächlich? Angesichts dieser Frage taucht am Horizont eine schwer zu verbergende Realität auf:
die Präsenz des Paramilitarismus in vielen Regionen des Landes.
Was ist der Paramilitarismus und welche Rolle spielt er in dieser neuen Phase der Geschichte
Kolumbiens? In diesem Vortrag wollen wir versuchen, uns diesem Problem aus der
Perspektive kolumbianischer Menschenrechtsverteidiger*innen anzunähern.

William Bastidas stammt aus Kolumbien und ist Journalist und Kommunikationswissenschaftler. Bis 2002 war er als Menschenrechtsverteidiger bei verschiedenen kolumbianischen Organisationen tätig. Danach arbeitete er für das Nürnberger Menschenrechtszentrum.
Aktuell ist er u.a.Vorstandsmitglied von Kolko – Menschenrechte für Kolumbien e.V. mit Sitz in Berlin.

In Kooperation mit Arbeit und Leben Hessen.
Die Veranstaltungen werden gefördert durch Brot für die Welt, den Katholischen Fonds
und das Land Hessen. Gefördert von ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des BMZ.
Für den Inhalt ist allein die Initiative Solidarische Welt verantwortlich.