Schlagwort-Archive: Migration

Care Migration nach Europa

 

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe Empowerment von Frauen im Globalen Süden und Norden

Vortrag und Diskussion mit Elfriede Harth (Care Revolution)

Die Debatten um Care-Arbeit und Migration werden meist getrennt voneinander geführt.
Es ist jedoch sinnvoll, sie zu verknüpfen, da so der Blick geschärft wird für die Feminisierung der Migration, die zunehmend in hiesige Privathaushalte führt. In dem Vortrag werden sowohl die Arbeitsbedingungen in den hiesigen Privathaushalten angesprochen, wie auch die Folgen thematisiert, die die Migration für die Care Arbeit in den Herkunftsländern hat. Gezeigt werden soll aber auch, dass es sich bei den Care-Arbeiterinnen um selbstbewusste aktive Frauen handelt, die nicht einfach Opfer von Strukturen sind.

Der Eintritt ist frei

Bitte Plätze reservieren unter:
veranstaltungen@marburger-weltladen.de

Es können Gruppen aus maximal zwei Haushalten im Kino zusammensitzen. Bitte dann als Gruppe anmelden.


Weitere Veranstaltungen der Veranstaltungsreihe:

Di., 24.11.2020, 19 Uhr, TTZ
Soppexcca – Frauen in einer nicaraguanischen Kaffeekooperative
Karla Méndez (Soppexcca)

Do., 14.01.2021, 19 Uhr, Kino Capitol
Film: Mutterland – Das Matriarchat der Minangkabau
Uschi Madeisky (Filmemacherin und Pädagogin)

Di, 19.01.2021, 19 Uhr, TTZ
Frauen in Afghanistan
Shaima Ghafury (Initiative Afghanisches Hilfswerk e.V.)

Di., 26.01.2021,19 Uhr, TTZ
Empowermentprozesse von Frauen in urbaner und solidarischer Landwirtschaft in Bogotá/ Kolumbien
Dr. Birgit Hoinle (Uni Tübingen)

 

 

 

 

Marburger Forum für entwicklungspolitische und interkulturelle Themen in Kooperation mit ARBEIT und LEBEN Marburg (AG von DGB und vhs)

 

 

 

 

Die Veranstaltungen werden gefördert durch den Katholischen Fonds und das Land Hessen. Gefördert von ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des BMZ. Für den Inhalt ist allein die Initiative Solidarische Welt e.V. verantwortlich.

Online: Die Situation der Geflüchteten auf der griechischen Insel Lesbos

Bild: CC BY-SA 4.0 commons.wikimedia.org/User:Cathsign

Online-Seminar mit Christian Jakob

(Autor und Journalist bei der tageszeitung)

Ein Blick zurück auf zehn Jahre Kampf gegen Lager und Internierung in der Ägäis, die Situation heute und was die deutsche EU-Ratspräsidentschaft für die Situation der Geflüchteten an den EU-Außengrenzen bedeutet.

Lesbos war vielen Menschen lange höchstens als Ferienziel bekannt. Seit einiger Zeit ist das anders. Die griechische Insel ist heute vor allem ein Synonym für das auf ihr von der EU betriebene Lager Moria. 3.000 Plätze gibt es in dem EU-finanzierten Lager offiziell, derzeit sind rund 20.000 Menschen vor Ort. Anfang Juli wurde die Ausgangssperre wegen Corona zum dritten Mal verlängert. Seit dem 21. März dürfen die Menschen das Lager nicht verlassen.

Es ist ein großer Erfolg der Zivilgesellschaft, dass sie Moria als Symbol für die Entrechtung von Geflüchteten ins öffentliche Bewusstsein gerückt hat. Hunderttausende haben sich in den letzten Monaten der damit verbundenen Forderung angeschlossen, das Lager oder wenigstens die Kinder dort zu evakuieren – mit Transparenten von ihren Balkonen, im Netz, mit Demonstrationen, in Interviews. Unterfüttert werden diese von vielen kommunalen Initiativen, die Platz angeboten haben, damit Deutschland Kontingenten zur humanitären Aufnahme zustimmt.

Anmeldung für Seminar hier (erforderlich)

Christian Jakob ist Journalist bei der tageszeitung in Berlin und hat als Autor bzw. Herausgeber u.a. an den Büchern „Die Bleibenden“, „Dikatoren als Türsteher Europas“, „Angriff auf Europa“, „Atlas der Migration“ und „Atlas der Zivilgesellschaft“ mitgearbeitet.

 

 

In Kooperation mit:

Die Veranstaltungen werden gefördert das Land Hessen. Gefördert von ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des BMZ. Für den Inhalt ist allein die Initiative Solidarische Welt verantwortlich.

 

Festung Europa? Auswirkungen und Widerstand in Nordafrika

Bild: Grenzzaun in Melilla, wikimedia commons

Veranstaltungsreihe Nordafrika

Vortrag und Diskussion mit Christian Jakob (Journalist und Buchautor)

Was bedeuten die Pläne und Maßnahmen zur Schaffung einer „Festung Europa“ gegen Flucht und Migration für die Länder Nordafrikas? Welche konkreten Auswirkungen haben die damit verbundenen Maßnahmen auf die gesellschaftliche, politische und ökonomische Situation in Nordafrika? Und welchen Widerstand gibt es dort auch dagegen?

Christian Jakob ist Journalist und hat 2017 mit Simone Schlindwein das Buch „Diktatoren als Türsteher Europas – Wie die EU ihre Grenzen nach Afrika verlagert“ veröffentlicht.

Das komplette Programm der Veranstaltungsreihe Nordafrika zum Download

Die Veranstaltungen werden gefördert durch den Katholischen Fonds und das Land Hessen. Gefördert von ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des BMZ. Für den Inhalt ist allein die Initiative Solidarische Welt verantwortlich.

Globale Mittelhessen

Das regionale Filmfestival feiert dieses Jahr sein 10-jähriges Bestehen mit einer außergewöhnlich spannenden Filmauswahl. Euch erwarten 37 Filme in 70 Veranstaltungen an 16 Spielorten!
Das aktuelle Festivalprogramm kann auf der Homepage angeschaut und als pdf-Version heruntergeladen werden.

Das Festival zeigt vom 1. bis 16. November Filme aus allen Kontinenten und präsentiert seinem Publikum außergewöhnliche, alternative, widerständige oder aus Ländern des globalen Südens stammende Perspektiven.

Zum Jubiläum gleich zweimal Eröffnung!
Für den Start in Marburg und Gießen sind jeweils zwei wegweisende Filme ausgewählt worden. Filme, mit und über Menschen, die ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen, sich widerständig organisieren und alternative Lösungen für globale Herausforderungen suchen.

Dazu lädt der Weltladen Marburg als Mitveranstalter der Globale herzlich ein!

Das Festival läuft in diesem Jahr an 16 Orten: Marburg, Gießen, Wetzlar, Gladenbach, Bad Nauheim, Weilburg, Niederwetter, Dillenburg, Lohra-Damm, Oberursel, Braunfels-Neukirchen, Rödgen, Weimar-Nesselbrunn, Herborn, Saasen und Biebertal-Königsberg. Alle Marburger Filme laufen im Kino Capitol in der Biegenstr. 8.

Das komplette Programm mit allen Spielorten und sonstige Informationen sind zu finden auf www.globalemittelhessen.de. Programmhefte gibt es in Marburg im Weltladen, im Kino Capitol und an vielen anderen Stellen in der Stadt.

Migrationsgeschichte von Vietnames*innen in Deutschland

Veranstaltungsreihe Vietnam

Vortrag und Diskussion mit Tamara Hentschel
(Geschäftsführerin Reistrommel e.V.)

Nach Ende des Vietnamkriegs kamen mehrere Zehntausend Vietnames*innen nach Deutschland. In der BRD suchten die sog. Boatpeople Zuflucht und eine sichere Zukunft. In der
ehemaligen DDR wurden die Vertragsarbeiter*innen angeworben. Sie sollten eine begrenzte Zeit im „Bruderstaat“ bleiben und mit der dort erworbenen beruflichen Qualifikation zum Aufbau der Sozialistischen Republik Vietnam beitragen.
Tamara Hentschel wird in ihrem Vortrag die Hintergründe und die Aufenthaltsbedingungen der
Vertragsarbeiter*innen genauer beleuchten. Auch wird sie die Situation nach der deutschen Wiedervereinigung darstellten.
Der deutsch-vietnamesische Verein Reistrommel e.V. in Berlin berät und unterstützt seit
25 Jahren vietnamesische Migrant*innen mit seiner interkulturellen Arbeit.

Tamara Hentschel hat Reistrommel e.V. mitgegründet und ist dessen Geschäftsführerin in Berlin.

 

Die Veranstaltungen werden gefördert durch Brot für die Welt, den Katholischen Fonds und das Land Hessen. Gefördert von ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des BMZ. Für den Inhalt ist allein die Initiative Solidarische Welt verantwortlich.