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Bioökonomie und Umweltgerechtigkeit

Bild: ©Anne Titor

Vortrag und Diskussion mit

Rosa Lehmann und Anne Tittor (Bioinequalities, Uni Jena)

Bioökonomie und Umweltgerechtigkeit

Angesichts des Klimawandels und der spürbaren Endlichkeit natürlicher Ressourcen, vor allem fossiler Rohstoffe, ist eine Energiewende notwendig und in aller Munde. Auch Politiker*innen haben das inzwischen erkannt und treiben den Umstieg auf Windenergie, Agrarkraftstoffe und emissionsärmere Verkehrsmittel voran.

Eine kritische Auseinandersetzung mit erneuerbaren Energien ist jedoch wichtig: So stellt sich zum Beispiel die Frage, woher die Biomasse und die für die entsprechende Technologie benötigten Rohstoffe für die Wirtschaft des globalen Nordens kommen. Diese Verteilungsfrage und die notwendige Diskussion um Suffizienz in den reicheren Gesellschaften blenden die Debatten um erneuerbare Energien als auch die Bioökonomiestrategien in vielen Ländern aus.

Der Vortrag problematisiert am Beispiel der deutschen, europäischen und argentinischen Bioökonomie-Strategie deren Zielsetzung und Auswirkungen vor dem Hintergrund einer notwendigen Transformation der Rohstoffbasis einerseits, und der ebenso gebotenen Umweltgerechtigkeit andererseits.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Ausstellung „Die große Gier“ zu Ressourcengerechtigkeit in der Lutherischen Pfarrkirche (11. bis 25.11.19) statt.

Film: WHEN TWO WORLDS COLLIDE

Im Rahmen des 13. Festival Latinoamericano

In Zusammenarbeit mit der Globale Mittelhessen

WHEN TWO WORLDS COLLIDE

Peru/USA/UK 2016 – 103 min, Spanisch mit engl.UT
Regie: Heidi Brandenburg und Mathew Orzel

Perus ehemaliger Präsident Alan García plante, Investoren den Zugang zu bisher unberührten Naturschutzgebieten in der Amazonas-Region zu ermöglichen, um dort Öl, Gas und Mineralien gewinnen zu können. Angeblich, um die in der Krise steckende Wirtschaft des Landes zu stärken. WHEN TWO WORLDS COLLIDE dokumentiert eindrücklich, wie sich die indigene und kleinbäuerliche Bevölkerung mit den ihnen eigenen Mitteln gegen einen übermächtigen Gegner zur Wehr setzte. Gezeigt werden aber auch die Last der Verantwortung und die persönlichen Konsequenzen, die der Widerstand für einen der Aktivisten des Widerstands, Alberto Pizango, hat.

Der Film gewann den Preis für den besten Nachwuchs-Dokumentarfilm auf dem Sundance-Festival.

Trailer