Schlagwort-Archive: Umwelt

Creative Arts for Change – Perspektiven eines Theateraktivisten aus Uganda

Williams Otako Mpaata ist ein ugandischer Theateraktivist, Schauspieler und Creative Director des Social Enterprise „FourSum Uganda“. Er arbeitet mit verschiedenen kreativen gewaltfreien Ausdrucksformen, um Menschen in ganz Uganda zu ermutigen, sich in der Gesellschaft zu engagieren und sich gegen Ungerechtigkeiten starkzumachen. Dabei verwendet er vor allem den Ansatz des „Community Theatre“, einer Form des Theaters mit der ein Dialog mit einer kompletten Gemeinschaft (z.B. Schulen, Dörfer, Kirchen,..) gesucht wird und alle Mitglieder partizipieren können. Themen, mit denen er sich beschäftigt sind unter anderem Menschenrechte, die Bekämpfung von Kinderhandel und Umweltschutz.

Mit der Kampagne #Endchildtrafficking engagiert er sich seit 2016 gegen verschiedene Formen von Kinderhandel in Uganda und verfolgt dabei den Ansatz, Kinder durch Theater zu stärken und sie und ihre Gemeinschaften über die negativen Folgen von Kinderarbeit aufzuklären. Neben seiner Theatertätigkeit arbeitet der Referent oft mit anderen Künstlerkollektiven zusammen, um durch verschiedene kreative Ausdrucksformen auf Themen wie sexualisierte Gewalt, soziale Ungerechtigkeit oder Umweltverschmutzung hinzuweisen.

Der Vortrag wird interaktiv gestaltet und es wird viel Raum zum Austausch geben. Die Vortragssprache ist Englisch. Übersetzungen ins Deutsche sind möglich.

Globale Mittelhessen startet am 26. Januar

Am Freitagabend, den 26. Januar, eröffnet das Dokumentarfilmfestival Globale Mittelhessen 2018 mit dem Film „Grünes Gold – Dead Donkeys Don’t Fear Hyena“ in der Waggonhalle Marburg.

Dazu lädt der Weltladen Marburg als Mitveranstalter der Globale herzlich ein!

Das Festival läuft in diesem Jahr an 11 Orten und bis zum 10. Februar: Marburg, Gießen, Wetzlar, Gladenbach, Bad Nauheim, Saasen, Weilburg, Niederwetter, Dillenburg, Lohra-Damm und Biebertal-Königsberg.

Abgesehen vom Auftakt und den Filmen am Samstag 27.01., die  in der Waggonhalle stattfinden, laufen alle Marburger Filme im Kino Capitol in der Biegenstr. 8.

Das komplette Programm mit allen Spielorten und sonstige Informationen sind zu finden auf www.globalemittelhessen.de. Programmhefte gibt es im Weltladen, im Kino Capitol und an vielen anderen Stellen in der Stadt.

Indische Flüsse – unheilbar verschmutzt, heilig und rein

Bild: Rituelles Baden in Devprayag

Veranstaltungsreihe „Wasser – Menschenrecht oder Ware?“

Vortrag und Diskussion mit

Gerrit Lange, Universität Marburg

Seit dem 20. März 2017 gelten die indischen Flüsse Ganges und Yamunā von nun an rechtlich als „living human entities“, als menschliche Lebewesen. Beide Beschlüsse sollen nicht nur religiösen Gefühlen, sondern auch ökologischen Bestrebungen Rechnung tragen. Gangā und der Yamunā sind für Hindus die heiligsten, rituell gar reinsten Flüsse, sind allerdings auch in höchstem Maße verschmutzt. Zu hoffen ist, dass diese rechtlich bekräftigten Begriffe reale Konsequenzen haben und nicht nur die Häupter rechter und hindunationalistischer Parteien zieren. Deren vorderstes Interesse ist, wie gigantomanische und intransparente Staudammprojekte in Uttarakhand zeigen, oft nicht die Vertretung anwohnender Wesen.
Als Religionswissenschaftler möchte Gerrit Lange zeigen, wie komplex religiöse, politische und ökologische Ziele und Ansichten ineinandergreifen und inwiefern die Flüsse selbst, seien sie nun empfindsame Wesen oder nicht, in diesem Gefüge mitspielen.

Der Referent Gerrit Lange promoviert an der Universität Marburg im Fachgebiet Religionswissenschaft, wo er bislang unter anderem in der Sammlung tätig war. In seiner Feldforschung im indischen Teil des westlichen Himalayas beschäftigt er sich mit den Nāgs, mit kobragestaltigen Gottheiten, die in Quellen, Bächen und Bergseen weilen und diese hüten.

 

 

In Kooperation mit Arbeit und Leben Hessen.
Die Veranstaltungen werden gefördert durch Brot für die Welt, den Katholischen Fonds und das Land Hessen. Gefördert von ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des BMZ.
Für den Inhalt ist allein die Initiative Solidarische Welt verantwortlich.

Konflikte um Bergbauprojekte in Ecuador

Vortrag und Liveschaltung mit

Luis Corral & William Sacher (Minka Urbana aus Ecuador)

Annika Sutter (YASunidos Deutschland)

Andrea Sempertegui (frankfurt postkolonial)

Wussten Sie, dass ein Drittel der weltweiten Investitionen in Bergbauprojekte nach Lateinamerika fließen?

Wussten Sie, dass für mehr als 11% des ecuadorianischen Territoriums Bergbauprojekte genehmigt wurden?

Wussten Sie, dass letztes Jahr viele Menschen aus den bäuerlichen und indigenen Gemeinschaften im ecuadorianischen Regenwald durch Bergbauprojekte von ihrem Land vertrieben wurden?

Die Veranstaltung thematisiert die Expansion und Auswirkungen von Bergbauprojekten in Ecuador und die verschiedenen Formen des Widerstands vor Ort und der internationalen Solidarität mit diesen Kämpfen. Über Skype wird es im Rahmen der Veranstaltung ein Gespräch mit Luis Corral und William Sacher vom ecuadorianischen Kollektiv „Minka Urbana“ geben, das gegen extraktive Projekte auf ihrem Land mobilisiert. Er wird auch über die sozial-ökologischen Folgen für die lokale Bevölkerung im Amazonasgebiet berichten. Annika Sutter berichtet über den Einsatz von YASunidos Deutschland gegen die Erdölförderung im Yasuni-Nationalpark in Ecuador.

Veranstaltungsreihe Wasser: Film „Über Wasser“

Dokumentarfilm: Über Wasser, Regie Udo Maurer, OmdtU, anschließend Filmgespräch

Auf den Spuren diesen lebenswichtigen Elements begibt sich Regisseur Udo Maurer in „Über Wasser“ auf eine Weltreise. Das Wasser, natürliche Grundlage allen Lebens, verliert immer mehr an Selbstverständlichkeit. Zwischen Ware und Menschenrecht steht das Lebenselement immer häufiger im Zentrum der Aufmerksamkeit. In immer extremeren Erscheinungsformen – Dürre, Sintflut, Verschmutzung – entwickelt es eine Dramatik, die die Grundfesten der menschlichen Zivilisation erschüttert.

Der Film erzählt in drei Geschichten von der existentiellen Bedeutung des Wassers für die Menschheit. Im überfluteten Bangladesch, wo aus Häusern Boote werden, in der Steppe Kasachstans, wo Fischerdörfer nach dem Verschwinden des Aralsees plötzlich in einer Wüste stehen, und in den dichtbesiedelten Slums von Nairobi, wo Trinkwasser zur Ware und zu einer Frage von Leben und Tod wird. „Über Wasser“ ist ein eindringlicher Film, der die Selbstverständlichkeit und Vertrautheit unseres Alltags mit ein paar Fragen, Ahnungen und Zweifeln erschüttert. „Über Wasser“ ist eine spannende Erzählung vom alltäglichen Kampf ums Überleben in der Gegenwart und in der Zukunft, die zeigt, dass das Wasser direkt vor unserer Haustür nicht mehr nur Lebensgrundlage, sondern Gefahr geworden ist.

Eintritt frei

Kino Capitol, Biegenstr. 8

Die Veranstaltungen werden gefördert durch Brot für die Welt, den Katholischen Fonds und das Land Hessen. Gefördert von ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des BMZ. Für den Inhalt ist allein die Initiative Solidarische Welt verantwortlich.