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Film: WHEN TWO WORLDS COLLIDE

Im Rahmen des 13. Festival Latinoamericano

In Zusammenarbeit mit der Globale Mittelhessen

WHEN TWO WORLDS COLLIDE

Peru/USA/UK 2016 – 103 min, Spanisch mit engl.UT
Regie: Heidi Brandenburg und Mathew Orzel

Perus ehemaliger Präsident Alan García plante, Investoren den Zugang zu bisher unberührten Naturschutzgebieten in der Amazonas-Region zu ermöglichen, um dort Öl, Gas und Mineralien gewinnen zu können. Angeblich, um die in der Krise steckende Wirtschaft des Landes zu stärken. WHEN TWO WORLDS COLLIDE dokumentiert eindrücklich, wie sich die indigene und kleinbäuerliche Bevölkerung mit den ihnen eigenen Mitteln gegen einen übermächtigen Gegner zur Wehr setzte. Gezeigt werden aber auch die Last der Verantwortung und die persönlichen Konsequenzen, die der Widerstand für einen der Aktivisten des Widerstands, Alberto Pizango, hat.

Der Film gewann den Preis für den besten Nachwuchs-Dokumentarfilm auf dem Sundance-Festival.

Trailer

 

 

 

Lesung Wolfram Fleischhauer: „Das Meer“

Buchvorstellung & Diskussion mit

Wolfram Fleischhauer zu „Das Meer“

In dem Ökologie-Politthriller wird die Zerstörung der Weltmeere duch Überfischung thematisiert.  Skrupellose industrielle Interessen EU- und weltweit auf der einen Seite und andererseits der Versuch vieler Menschen die Zerstörung der Lebensgrundlagen durch Übernutzung zu verhindern: Umweltaktivisten, NGOs, Fischereibeobachter, Wissenschaftler, Toxikologen, Experten in unterschiedlichsten Institutionen, der stets um Aufklärung bemühte und akribisch recherchierende Autor Wolfram Fleischhauer und nicht zuletzt wir als Verbraucher und/oder politisch Interessierte und Aktive…

Eintritt nur an der Abendkasse: 5,- €

Veranstalter: attac Marburg, Weltladen Marburg, Buchhandlung Roter Stern, Kulturelle Aktion Aktion Marburg – Strömungen, verdi, GEW

 

Creative Arts for Change – Perspektiven eines Theateraktivisten aus Uganda

Williams Otako Mpaata ist ein ugandischer Theateraktivist, Schauspieler und Creative Director des Social Enterprise „FourSum Uganda“. Er arbeitet mit verschiedenen kreativen gewaltfreien Ausdrucksformen, um Menschen in ganz Uganda zu ermutigen, sich in der Gesellschaft zu engagieren und sich gegen Ungerechtigkeiten starkzumachen. Dabei verwendet er vor allem den Ansatz des „Community Theatre“, einer Form des Theaters mit der ein Dialog mit einer kompletten Gemeinschaft (z.B. Schulen, Dörfer, Kirchen,..) gesucht wird und alle Mitglieder partizipieren können. Themen, mit denen er sich beschäftigt sind unter anderem Menschenrechte, die Bekämpfung von Kinderhandel und Umweltschutz.

Mit der Kampagne #Endchildtrafficking engagiert er sich seit 2016 gegen verschiedene Formen von Kinderhandel in Uganda und verfolgt dabei den Ansatz, Kinder durch Theater zu stärken und sie und ihre Gemeinschaften über die negativen Folgen von Kinderarbeit aufzuklären. Neben seiner Theatertätigkeit arbeitet der Referent oft mit anderen Künstlerkollektiven zusammen, um durch verschiedene kreative Ausdrucksformen auf Themen wie sexualisierte Gewalt, soziale Ungerechtigkeit oder Umweltverschmutzung hinzuweisen.

Der Vortrag wird interaktiv gestaltet und es wird viel Raum zum Austausch geben. Die Vortragssprache ist Englisch. Übersetzungen ins Deutsche sind möglich.

Globale Mittelhessen startet am 26. Januar

Am Freitagabend, den 26. Januar, eröffnet das Dokumentarfilmfestival Globale Mittelhessen 2018 mit dem Film „Grünes Gold – Dead Donkeys Don’t Fear Hyena“ in der Waggonhalle Marburg.

Dazu lädt der Weltladen Marburg als Mitveranstalter der Globale herzlich ein!

Das Festival läuft in diesem Jahr an 11 Orten und bis zum 10. Februar: Marburg, Gießen, Wetzlar, Gladenbach, Bad Nauheim, Saasen, Weilburg, Niederwetter, Dillenburg, Lohra-Damm und Biebertal-Königsberg.

Abgesehen vom Auftakt und den Filmen am Samstag 27.01., die  in der Waggonhalle stattfinden, laufen alle Marburger Filme im Kino Capitol in der Biegenstr. 8.

Das komplette Programm mit allen Spielorten und sonstige Informationen sind zu finden auf www.globalemittelhessen.de. Programmhefte gibt es im Weltladen, im Kino Capitol und an vielen anderen Stellen in der Stadt.

Indische Flüsse – unheilbar verschmutzt, heilig und rein

Bild: Rituelles Baden in Devprayag

Veranstaltungsreihe „Wasser – Menschenrecht oder Ware?“

Vortrag und Diskussion mit

Gerrit Lange, Universität Marburg

Seit dem 20. März 2017 gelten die indischen Flüsse Ganges und Yamunā von nun an rechtlich als „living human entities“, als menschliche Lebewesen. Beide Beschlüsse sollen nicht nur religiösen Gefühlen, sondern auch ökologischen Bestrebungen Rechnung tragen. Gangā und der Yamunā sind für Hindus die heiligsten, rituell gar reinsten Flüsse, sind allerdings auch in höchstem Maße verschmutzt. Zu hoffen ist, dass diese rechtlich bekräftigten Begriffe reale Konsequenzen haben und nicht nur die Häupter rechter und hindunationalistischer Parteien zieren. Deren vorderstes Interesse ist, wie gigantomanische und intransparente Staudammprojekte in Uttarakhand zeigen, oft nicht die Vertretung anwohnender Wesen.
Als Religionswissenschaftler möchte Gerrit Lange zeigen, wie komplex religiöse, politische und ökologische Ziele und Ansichten ineinandergreifen und inwiefern die Flüsse selbst, seien sie nun empfindsame Wesen oder nicht, in diesem Gefüge mitspielen.

Der Referent Gerrit Lange promoviert an der Universität Marburg im Fachgebiet Religionswissenschaft, wo er bislang unter anderem in der Sammlung tätig war. In seiner Feldforschung im indischen Teil des westlichen Himalayas beschäftigt er sich mit den Nāgs, mit kobragestaltigen Gottheiten, die in Quellen, Bächen und Bergseen weilen und diese hüten.

 

 

In Kooperation mit Arbeit und Leben Hessen.
Die Veranstaltungen werden gefördert durch Brot für die Welt, den Katholischen Fonds und das Land Hessen. Gefördert von ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des BMZ.
Für den Inhalt ist allein die Initiative Solidarische Welt verantwortlich.