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Virtuelles Wasser – „Ich sehe Wasser, was du nicht siehst“

Veranstaltungsreihe „Wasser – Menschenrecht oder Ware?“

Vortrag und Diskussion mit

Kathrin Schäfer und Jana Bremer (Viva con Agua)

„Ich sehe Wasser, was du nicht siehst!“ – Auf dem Produktionsweg vieler Waren wird oft sehr viel Wasser verbraucht, das wir gar nicht sehen. Wie das zustande kommt, welche Problematiken sich daraus entwickeln und vor allem welche Lösungsansätze es gibt, möchten wir, die lokale Gruppe von Viva con Agua de Sankt Pauli e.V. in Marburg und Gießen, euch vorstellen und gemeinsam diskutieren. Außerdem erhaltet ihr von uns einen kleinen Einblick in die Wasserprojekte, die von Viva con Agua unterstützt und finanziert werden.

Die Referentinnen Kathrin Schäfer und Jana Bremer sind aktiv bei Viva con Agua. Viva con Agua ist eine im Jahre 2006 gegründete Organisation, die sich für den Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitärer Grundversorgung in Uganda, Äthiopien und Nepal einsetzt. Das Ziel der Organisation ist der menschenwürdige Zugang zu sauberem Trinkwasser und einer sanitären Grundversorgung für alle. Dabei steht sie in enger Kooperation mit der Welthungerhilfe, welche die Projekte vor Ort umsetzt. Mit den Jahren hat sich ein großes Netzwerk von ehrenamtlichen Helfern gebildet, die durch kreative Aktionen Spenden sammeln und die Öffentlichkeit auf die Wasserproblematik aufmerksam machen – so auch wir hier in Marburg und Gießen.


In Kooperation mit Arbeit und Leben Hessen.
Die Veranstaltungen werden gefördert durch Brot für die Welt, den Katholischen Fonds und das Land Hessen. Gefördert von ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des BMZ.
Für den Inhalt ist allein die Initiative Solidarische Welt verantwortlich.

Schmutzige Brühe, harte Geschäfte, blaues Gold

Veranstaltungsreihe „Wasser – Menschenrecht oder Ware?“

Vortrag und Diskussion mit

Prof. Dr. Petra Dobner, Universität Halle-Wittenberg

Theoretisch reicht das grundsätzlich verfügbare Dargebot an Frischwasser in der Welt für alle Menschen und alle Bedarfe aus. Aber eben nur theoretisch: Nicht immer ist das Wasser da, wo es gebraucht wird, und oftmals ist es dann nicht da, wenn es gebraucht würde. Neben örtlichen und saisonalen Diskrepanzen zwischen Angebot und Nachfrage von Wasser stellen Verschmutzung, Versalzung, Verluste von Trinkwasser in schadhaften Leitungssystemen bzw. das Fehlen von technischer Infrastruktur sowie Konkurrenzkämpfe zwischen verschiedenen Nutzungsinteressen zentrale Probleme dar.
Zahlreiche ökologische, vor allem aber politische und ökonomische Hürden wären zu überwinden, um das Weltentwicklungsziel zu erreichen, in den nächsten anderthalb Jahrzehnten alle Menschen weltweit mit sauberem Trinkwasser zu versorgen. Der Vortrag zeigt ausschnitthaft wasserbezogene Konflikte und Herausforderungen auf – und lädt dazu ein, über Lösungen und eigene Beiträge nachzudenken und zu diskutieren.

Die Referentin Prof. Dr. Petra Dobner wurde im Jahr 2008 habilitiert, Ihre Arbeit trug den Titel „Wasserpolitik“. Heute ist sie Professorin für Systemanalyse und Vergleichende Politikwissenschaft an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und ist bzw. war Mitglied verschiedener Arbeitsgruppen deutscher Wissenschaftsakademien zu wasserbezogenen Fragestellungen.

 

In Kooperation mit Arbeit und Leben Hessen.
Die Veranstaltungen werden gefördert durch Brot für die Welt, den Katholischen Fonds und das Land Hessen. Gefördert von ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des BMZ.
Für den Inhalt ist allein die Initiative Solidarische Welt verantwortlich.

Veranstaltungsreihe Wasser: Film „Über Wasser“

Dokumentarfilm: Über Wasser, Regie Udo Maurer, OmdtU, anschließend Filmgespräch

Auf den Spuren diesen lebenswichtigen Elements begibt sich Regisseur Udo Maurer in „Über Wasser“ auf eine Weltreise. Das Wasser, natürliche Grundlage allen Lebens, verliert immer mehr an Selbstverständlichkeit. Zwischen Ware und Menschenrecht steht das Lebenselement immer häufiger im Zentrum der Aufmerksamkeit. In immer extremeren Erscheinungsformen – Dürre, Sintflut, Verschmutzung – entwickelt es eine Dramatik, die die Grundfesten der menschlichen Zivilisation erschüttert.

Der Film erzählt in drei Geschichten von der existentiellen Bedeutung des Wassers für die Menschheit. Im überfluteten Bangladesch, wo aus Häusern Boote werden, in der Steppe Kasachstans, wo Fischerdörfer nach dem Verschwinden des Aralsees plötzlich in einer Wüste stehen, und in den dichtbesiedelten Slums von Nairobi, wo Trinkwasser zur Ware und zu einer Frage von Leben und Tod wird. „Über Wasser“ ist ein eindringlicher Film, der die Selbstverständlichkeit und Vertrautheit unseres Alltags mit ein paar Fragen, Ahnungen und Zweifeln erschüttert. „Über Wasser“ ist eine spannende Erzählung vom alltäglichen Kampf ums Überleben in der Gegenwart und in der Zukunft, die zeigt, dass das Wasser direkt vor unserer Haustür nicht mehr nur Lebensgrundlage, sondern Gefahr geworden ist.

Eintritt frei

Kino Capitol, Biegenstr. 8

Die Veranstaltungen werden gefördert durch Brot für die Welt, den Katholischen Fonds und das Land Hessen. Gefördert von ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des BMZ. Für den Inhalt ist allein die Initiative Solidarische Welt verantwortlich.   

Neue Veranstaltungsreihe des Weltladens „Wasser – Menschenrecht oder Ware“ im Frühjahr 2017

Im April startet die neue Veranstaltungsreihe des Weltladens. Sie widmet sich mit verschiedenen Vorträgen und einem Filmen dem Thema Wasser.

Das komplette Programm steht hier zum Download bereit.

Wasser ist die Grundlage allen Lebens auf der Erde. Aber während uns eine ausreichende Wasserversorgung in Deutschland noch selbstverständlich erscheint, wird Wasser global immer mehr zu einer knappen Ressource. Verantwortlich dafür sind der Klimawandel, die Verschmutzung von Süßwasserreserven, die Übernutzung durch industrielle Landwirtschaft
oder das Abholzen von Wäldern. Dies führt schon heute vor allem in vielen Ländern des Globalen Südens zu einem permanenten Wassermangel – sowohl für den menschlichen Bedarf als auch für die Landwirtschaft. Vielerorts ist die Produktion von Lebensmitteln dadurch zunehmend gefährdet. Damit entsteht ein wachsendes Potential für Krisen und gewalttätige Verteilungskämpfe sowie ein immer stärker werdender Druck zur Migration. So bedroht beispielsweise die schwere Hungersnot in Teilen Afrikas, mitverursacht durch Klimawandel und Dürre, laut UN aktuell 20 Millionen Menschen. Die Vollversammlung der UN hat 2010 den Zugang zu sauberem Wasser und eine sanitäre Grundversorgung als Menschenrecht anerkannt. Dies stellte einen großen Erfolg für zivilgesellschaftliche Organisationen weltweit dar, die für den gleichberechtigten Zugang zu Wasser kämpfen. Auch in den Zielen für nachhaltige Entwicklung der UN (Sustainable Development Goals) ist die Verfügbarkeit und nachhaltige Bewirtschaftung von Wasser und Sanitärversorgung für alle enthalten. Gleichzeitig gibt es aber auch Bestrebungen, die Ressource Wasser zu privatisieren, denn gerade durch die
wachsende Knappheit wird Wasser als Ware und Investitionsobjekt interessant. Die Veranstaltungsreihe thematisiert darüber hinaus auch soziale Bewegungen und fragt nach konkreten entwicklungspolitischen Projekten und Lösungsansätzen im Globalen Süden. Diese streben nach nachhaltigen, sicheren und gleichberechtigten Zugängen zu Wasser für alle.

Der Kampf gegen Coca-Cola in Indien – Ökologie, fairer Handel und Menschenrechte

Bild-Quelle: http://www.indiaresource.org/campaigns/coke/2009/mehdiganjrally.html

Veranstaltungsreihe „Indien – Kontinuität und Wandel“

Vortrag und Diskussion mit

Mansi Sheth, Süd-Nord-Freiwillige bei der DIZ e.V.

Coca-Cola musste bereits mehrere Abfüllanlagen und Produktionsstätten in Indien schließen – auf den Protest von Umweltaktivist*innen und vor allem der Bevölkerung hin.
Der Konzern verbraucht zu viel Trinkwasser und verschlimmert somit die Situation vor allem der dürregeplagten ländlichen Bevölkerung. Kleinbäuer*innen können ihre Felder kaum mehr bewässern, die Arbeit von Frauen, das tägliche Wasser holen am Brunnen, wird immer beschwerlicher. Außerdem gelangen bei der Produktion der Getränke für die indische Mittel-
und Oberschicht Gifte ins Grundwasser.
Wir werden etwas über zivilgesellschaftliches Engagement gegenüber einem mächtigen Unternehmen erfahren, davon hören, wie der Gigant mit Vorwürfen und Kampfansagen von Dorfbewohner*innen umgeht und als Alternative die faire Cola kennen lernen und verkosten.

Die Referentin Mansi Sheth ist Nord-Süd Freiwillige bei der Deutsch-Indischen Zusammenarbeit in Frankfurt. Sie verbringt sechs Monate in Deutschland und befasst sich mit Themen
des fairen Handels.

 

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In Kooperation mit Arbeit und Leben Hessen.
Die Veranstaltungen werden gefördert durch Brot für die Welt, den Katholischen Fonds und das Land Hessen. Gefördert von ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des BMZ.
Für den Inhalt ist allein die Initiative Solidarische Welt verantwortlich.