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Akteure der Wasserprivatisierung

Veranstaltungsreihe „Wasser – Menschenrecht oder Ware?“

Vortrag und Diskussion mit

Franklin Frederick, alba suiza

Wasser ist ein enorm wichtiger Rohstoff – jede*r braucht es! Deshalb versucht neoliberale Politik überall auf der Welt Wasserprivatisierung durchzusetzen, sei es in Griechenland, Portugal, Brasilien oder Deutschland. Der World Water Council und die Water Resources Group sind die wichtigsten Triebkräfte für die Privatisierung von Wasser. Doch wer steht dahinter? Wie gehen sie vor? Wie beeinflussen sie die Regierungen und politischen Entscheidungen? Soziale Bewegungen überall auf der Welt versuchen dagegen, das Wasser in die öffentliche Hand zurück zu holen. In Europa wie in Lateinamerika befindet sich der Kampf um Wasser als Menschenrecht und als ein öffentliches Gut in einem entscheidenden Moment.

Der Vortrag findet auf Englisch mit Übersetzung statt.

Der Referent Franklin Frederick ist Umwelt-Aktivist aus Brasilien und Mitglied des Vorstands der Solidaritätsorganisation Alba Suiza. Er erhielt 2009 den Nord-Süd-Preis des Romero-Hauses in Luzern für sein Engagement für das Menschenrecht auf Wasser.

 

In Kooperation mit Arbeit und Leben Hessen.
Die Veranstaltungen werden gefördert durch Brot für die Welt, den Katholischen Fonds und das Land Hessen. Gefördert von ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des BMZ.
Für den Inhalt ist allein die Initiative Solidarische Welt verantwortlich.

Wasser ist Menschenrecht

Veranstaltungsreihe „Wasser – Menschenrecht oder Ware?“

Vortrag und Diskussion mit

Werner Rätz, Koordinierungskreis attac

In der politischen Realität eine umstrittene Aussage! Bei den Vereinten Nationen gab es jahrzehntelange Debatten, bis die Vollversammlung in einer Resolution 2010 den Zugang zu sauberem Wasser als Menschenrecht bezeichnete. Nur gut 2/3 der Mitgliedsstaaten haben der Resolution, die obendrein nicht verbindlicher Teil des Völkerrechts ist, zugestimmt. Erstaunlich, würde doch niemand widersprechen, wenn es heißt: „Wasser ist Leben“. Und Leben ist Menschenrecht, das fundamentalste überhaupt. Aber Kapitalismus besteht bekanntlich darin, dass jemand Geld in ein Geschäft investiert, um es als größere Summe zurückzubekommen. Und wenn das, was der Investor in diesem Geschäft anzubieten hat, von Menschen so dringend gebraucht wird, dann sind sie auch bereit, völlig überhöhte Preise zu zahlen. Welcher kluge Investor wollte sich dieses Geschäft vermiesen lassen!

Klar also, dass es Kämpfe ums Wasser gibt. Privatisierungen, irreführende Werbekampagnen, Phantasiepreise in Restaurants von zehn Euro und mehr pro Flasche, Abklemmen säumiger Zahler*innen vom Netz sind genauso Alltag in der Auseinandersetzung wie Bürgerinitiativen, Volksabstimmungen, Wasser“diebstahl“ oder sogar militante Konflikte. Und: Das meiste Wasser wird ganz außerhalb des menschlichen Konsums verbraucht, in der Industrie, der technisierten Landwirtschaft, im Bergbau. Der Klimawandel tut ein Übriges und verwandelt kontinuierlich Süß- in Salzwasser.

Der Referent Werner Rätz engagiert sich in der Informationsstelle Lateinamerika und vertritt diese im Koordinierungskreis von attac. Er hat attac in Deutschland mitgegründet und beschäftigt sich mit sozialen Fragen, v.a. dem bedingungslosen Grundeinkommen und ist Mitglied im Netzwerk Grundeinkommen.


In Kooperation mit Arbeit und Leben Hessen.
Die Veranstaltungen werden gefördert durch Brot für die Welt, den Katholischen Fonds und das Land Hessen. Gefördert von ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des BMZ.
Für den Inhalt ist allein die Initiative Solidarische Welt verantwortlich.