Archiv der Kategorie: Veranstaltungen

Faire Woche 2017 vom 15.09. bis 29.09.

Die Faire Woche ist die größte Aktionswoche zum Fairen Handel in Deutschland. Sie fand 2001 zum ersten Mal statt und wird seit 2003 jedes Jahr in der zweiten Septemberhälfte durchgeführt. Die Faire Woche 2017 findet vom 15. bis 29. September zum Thema „Wirtschaftliche Perspektiven für die Produzent*innen im Globalen Süden“ statt. Die Faire Woche informiert bei ihren jährlich 2.000 bis 2.500 Veranstaltungen über den Fairen Handel in Deutschland und weltweit.

Der Weltladen Marburg beteiligt sich an der Fairen Woche!

19. September: Der Regenwaldladen zu Besuch im Weltladen

22. September: 10jähriges Jubiläum des Elisabeth-Kaffees, Vortrag „Das Leben und die Arbeit der Kaffeeproduzentinnen im Hochland von Honduras im Zeichen des Klimawandels“ von Marta Dalila Aguilar Banegas und Cruz Dolores Benitez Espinoza von APROLMA, die zum Jubiläum und zur Fairen Woche zu Gast in Marburg sind.

29. September: Kaffeestand der Steuerungsgruppe Fairer Handel am Marktplatz mit Elisabeth Kaffee zum International Coffee Day

 

 

Neue Veranstaltungsreihe des Weltladens „Wasser – Menschenrecht oder Ware“ im Frühjahr 2017

Im April startet die neue Veranstaltungsreihe des Weltladens. Sie widmet sich mit verschiedenen Vorträgen und einem Filmen dem Thema Wasser.

Das komplette Programm steht hier zum Download bereit.

Wasser ist die Grundlage allen Lebens auf der Erde. Aber während uns eine ausreichende Wasserversorgung in Deutschland noch selbstverständlich erscheint, wird Wasser global immer mehr zu einer knappen Ressource. Verantwortlich dafür sind der Klimawandel, die Verschmutzung von Süßwasserreserven, die Übernutzung durch industrielle Landwirtschaft
oder das Abholzen von Wäldern. Dies führt schon heute vor allem in vielen Ländern des Globalen Südens zu einem permanenten Wassermangel – sowohl für den menschlichen Bedarf als auch für die Landwirtschaft. Vielerorts ist die Produktion von Lebensmitteln dadurch zunehmend gefährdet. Damit entsteht ein wachsendes Potential für Krisen und gewalttätige Verteilungskämpfe sowie ein immer stärker werdender Druck zur Migration. So bedroht beispielsweise die schwere Hungersnot in Teilen Afrikas, mitverursacht durch Klimawandel und Dürre, laut UN aktuell 20 Millionen Menschen. Die Vollversammlung der UN hat 2010 den Zugang zu sauberem Wasser und eine sanitäre Grundversorgung als Menschenrecht anerkannt. Dies stellte einen großen Erfolg für zivilgesellschaftliche Organisationen weltweit dar, die für den gleichberechtigten Zugang zu Wasser kämpfen. Auch in den Zielen für nachhaltige Entwicklung der UN (Sustainable Development Goals) ist die Verfügbarkeit und nachhaltige Bewirtschaftung von Wasser und Sanitärversorgung für alle enthalten. Gleichzeitig gibt es aber auch Bestrebungen, die Ressource Wasser zu privatisieren, denn gerade durch die
wachsende Knappheit wird Wasser als Ware und Investitionsobjekt interessant. Die Veranstaltungsreihe thematisiert darüber hinaus auch soziale Bewegungen und fragt nach konkreten entwicklungspolitischen Projekten und Lösungsansätzen im Globalen Süden. Diese streben nach nachhaltigen, sicheren und gleichberechtigten Zugängen zu Wasser für alle.

Globale Mittelhessen vom 20.01. bis 02.02.

Am Freitagabend, den 20. Januar, eröffnet das Dokumentarfilmfestival Globale Mittelhessen 2017 mit dem Film „Les Sauteurs – Those Who Jump“ in der Waggonhalle Marburg.

Dazu lädt der Weltladen Marburg als Mitveranstalter der Globale herzlich ein!

Das Festival läuft in 10 Orten: Marburg, Gießen, Wetzlar, Gladenbach, Bad Nauheim, Heuchelheim, Saasen, Weilburg, Niederwetter und Herborn. Abgesehen vom Auftakt in der Waggonhalle finden alle Marburger Veranstaltungen im Kino Capitol in der Biegenstr. 8 statt.

Das komplette Programm mit allen Spielorten und sonstige Informationen sind zu finden auf www.globalemittelhessen.de. Programmhefte gibt es im Weltladen, im Kino Capitol und an vielen anderen Stellen in der Stadt.

Neue Veranstaltungsreihe des Weltladens über Indien im Herbst 2016

Im Oktober startet die neue Veranstaltungsreihe des Weltladens. Sie widmet sich mit verschiedenen Vorträgen und Filmen dem Thema Indien.

Das komplette Programm steht hier zum Download bereit.

Seit den 1990er Jahren hat sich Indien zunehmend stärker in die Weltwirtschaft integriert. Diese Prozesse haben, wie häufig betont wird, zu einer gewachsenen Mittelschicht geführt. Für gesellschaftlich benachteiligte Gruppen der indischen Gesellschaft, die in diese Veränderungen kaum eingebunden sind, stellen sie teilweise sogar eine Bedrohung dar. Aktuell verbindet der seit 2014 regierende Premierminister Narendra Modi der hindunationalistischen Bharatiya Janata Party (BJP) das Versprechen einer weiteren Öffnung des Landes für Investitionen multinationaler Konzerne mit einem aggressiven Nationalismus und einer extremistischen Form des Hinduismus. Wie positionieren sich benachteiligte Gruppen gegenüber diesen spannungsreichen Transformationsprozessen? Was sind die Perspektiven verschiedener
sozialer Bewegungen wie die der Kleinbäuer*innen, Frauenorganisationen, der Bewegung der Dalit (der sogenannten „Unberührbaren“) sowie der Adivasi, also verschiedener indigener Gruppen? Deren Situation, Sichtweisen und Interessen tauchen im Mainstream der Berichterstattung über Indien kaum auf. Dort dominiert ein makroökonomischer Blick und die Darstellung einer als erfolgreich und aufstrebend angesehenen Mittelschicht. Ihr Aufstieg erscheint als geglückte Modernisierung nach „westlichen“ Mustern. Ein solcher medialer Diskurs bedient beim Publikum vertraute Vorstellungen von Entwicklung und Modernisierung. Gerade deswegen rückt die Veranstaltungsreihe die Perspektiven benachteiligter Gruppen in den Fokus, um sich mit den fokussierten Themen kritisch auseinanderzusetzen.

Neue Veranstaltungsreihe zu Tourismus

Tourismus hat sich zu einem der wichtigsten globalen Wirtschaftszweige entwickelt, jedes Jahr mit beachtlichen Zuwachsraten. Für Menschen in den Industrieländern erscheinen vergleichsweise günstige Fernreisen als selbstverständliche Möglichkeit der Urlaubsgestaltung. Aber wie bei allen vermeintlich billigen Konsumgütern stellt sich die Frage, wer letztlich einen hohen Preis dafür bezahlt. Die Veranstaltungsreihe fragt aus entwicklungspolitischer
und postkolonialer Perspektive nach den Folgen des Tourismus für die bereisten Länder im Globalen Süden.
Trägt der Tourismus zur „Entwicklung“ bei – und vor allem zu welcher? Wer muss für die wachsende Tourismusinfrastruktur weichen? Und welche Umweltfolgen entstehen durch den Tourismus in den bereisten Ländern? Auch das Verhältnis von Reisenden und Bereisten wird hinterfragt. Denn es kommt bei den Reisen ja keineswegs zu einer voraussetzungslosen Begegnung verschiedener Kulturen, sondern es reproduziert sich in der Regel ein
bereits bestehendes hierarchisches Verhältnis. Zumal die Bilder und Erwartungen, die in Reisebüchern und Prospekten von den zu bereisenden Ländern und Menschen vermittelt werden und die viele Reisende im Kopf und Reisegepäck haben, ihre Herkunft in kolonialen Diskursen nur schwer verleugnen können.

Den Programmflyer hier herunterladen!