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Neue Veranstaltungsreihe des Weltladens „Postkolonialismus“ im Frühjahr 2018

Am 25. April startet die neue Veranstaltungsreihe des Weltladens. Sie widmet sich mit verschiedenen Vorträgen dem Thema Postkolonialismus.

Das komplette Programm steht hier zum Download bereit.

Der Begriff Postkolonialismus könnte in einem zeitlichen Sinne so verstanden werden, dass der Kolonialismus vorbei und abgeschlossen sei. Dem ist aber nicht so, im Gegenteil: Die langfristigen Auswirkungen, Kontinuitäten und Folgewirkungen kolonialer Strukturen und Politik prägen global immer noch nachhaltig und schwerwiegend Ökonomie, Gesellschaft, Kultur und Politik. Nicht zuletzt sind Rassismus und rassistische Stereotype und Denkmuster gerade in den Gesellschaften der ehemaligen Kolonialmächte bzw. Europas nach wie vor weit verbreitet. Postkoloniale Theorien beschäftigen sich seit der Mitte des 20. Jahrhunderts mit dieser Kontinuität und dem vielfältig verwendeten Begriff Postkolonialismus in ganz unterschiedlichen Wissensgebieten. Diese Theorien stehen dabei immer in Verbindung mit einem klaren emanzipatorischen Interesse an Veränderung: Immer geht es um die Dekolonialisierung sowohl des Denkens als auch der Strukturen, verstanden als ein nötiger und langer Prozess. Für uns als Weltladen, der im Wesentlichen von als Weiß konnotierten und europäischen Menschen getragen wird, kann das Ziel dieser Veranstaltungsreihe aber dementsprechend nicht primär Emanzipation lauten. Vielmehr stehen die kritische Bewusstwerdung über die eigenen Privilegien, die eigene Rolle in einem komplexen System von Privilegien und über eigene stereotype Denkmuster im Vordergrund.

Ausstellung „Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg“ in Marburg

Die große Fassung der Wanderausstellung „Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg“ wird von 11. November bis 18. Dezember in Marburg gezeigt. Ausstellungsort ist das Foyer des Hörsaalgebäudes der Philipps Universität Marburg. Das Marburger Projekt „Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg“ des Marburger Weltladens setzt sich mit dieser einzigartigen und inhaltsreichen  Ausstellung fort.

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Neue Veranstaltungsreihe zu Uganda im Herbst

Im Oktober startet die neue Veranstaltungsreihe des Weltladens. Sie widmet sich mit verschiedenen Vorträgen und Filmen dem Thema Uganda.

Das komplette Programm steht hier zum Download bereit.

Uganda war von 1894 bis 1962 eine britische Kolonie, in der das Land durch die Kolonialherren auf den Export von Baumwolle und Kaffee ausgerichtet wurde. Welche Folgen hat diese Kolonialzeit bis heute und inwiefern reproduzieren sich damit zusammenhängende Strukturen auch im alltäglichen Leben? Trotz ausgesprochen fruchtbarer Böden ist Uganda eines der ärmsten Länder der Welt. Nach Jahrzehnten brutaler Diktaturen herrscht seit 1986 mit dem autoritären Museveni-Regime einerseits politische Stabilität. Andererseits ist die Menschenrechtssituation immer noch problematisch. Das faktische Einparteiensystem wird nur sehr langsam geöffnet. Dennoch haben viele Menschen begonnen, um ihre (Menschen-)Rechte zu kämpfen, sei es im Kampf um ihr Land, gegen Diskriminierung, für Gerechtigkeit und Versöhnung oder gegen Gewalt gegen Frauen.