Schlagwort-Archive: Soziale Bewegungen

Honduras – Widerstand gegen ein autoritäres Regime

Bildquelle: HondurasDelegation

Vortrag und Diskussion mit

Rita Trautmann (HondurasDelegation)

Vor einem Jahr wurde der aktuelle Präsident, Juan Orlando Hernández, in seinem Amt bestätigt. Vorausgegangen waren eine verfassungswidrige Wiederwahl, Wahlbetrug und Proteste gegen den Präsidenten. Über 35 Menschen sind im Zuge der Proteste gegen das Wahlergebnis umgekommen, die meisten von ihnen durch staatliche Gewalt. Die Polizei und Militärpolizei hat im Zuge der Niederschlagung der Proteste regelrechte Menschenjagden auf führende Personen sozialer Bewegungen gemacht, vor allem auf diejenigen, die sich dem neoliberalen Ausverkauf des Landes entgegenstellen. Honduras erlebt seit dem Putsch von 2009 eine Zeit des neoliberalen Ausverkaufs, einer prekären Situation von Mitgliedern sozialer Bewegungen, Menschenrechts- und Umweltaktivist*innen und die fortschreitende Konsolidierung eines autoritären Regimes. Die Veranstaltung beleuchtet die derzeitige politische Situation, aktuelle soziale Kämpfe und die internationale Solidaritätsarbeit.

Rita Trautmann gehört dem Solidaritätsnetzwerk HondurasDelegation (http://hondurasdelegation.blogspot.de/) und kennt das Land seit mehr als 15 Jahren.
Nach der Wahl 2017 war sie als Menschenrechtsbegleiterin vor Ort.

Die Veranstaltungen werden gefördert durch Brot für die Welt, den Katholischen Fonds und das Land Hessen. Gefördert von ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des BMZ. Für den Inhalt ist allein die Initiative Solidarische Welt verantwortlich.

Wir haben es satt! Wege in eine zukunftsfähige Landwirtschaft

Vortrag mit Dr. Philipp Weckenbrock (Uni Gießen)

Gutes Essen, eine klimagerechte Landwirtschaft und der Erhalt der Bauernhöfe – das steht gerade auf dem Spiel. Aktuell gilt: Wer viel Land besitzt, bekommt viel Geld. Schluss mit den
Steuermilliarden an die Agrarindustrie! Der Umbau zu einer bäuerlichen und ökologischeren
Landwirtschaft kann nicht mehr warten. Das Dürrejahr 2018 hat gezeigt: So geht es nicht
weiter! Wir reihen uns ein in die globale Bewegung für Klimagerechtigkeit und fordern
konsequenten Klimaschutz. Denn wir brauchen noch mehr bäuerliche Betriebe, die regionale und saisonale Lebensmittel erzeugen und mit lebendigen Böden helfen, das Klima zu schützen.
In vielen europäischen Schlachthöfen und Treibhausplantagen herrschen unwürdige
Bedingungen für Tiere und Arbeitende, damit Discounter und die Exportindustrie mit
Dumpingpreisen immer größere Profite machen können. Im globalen Süden zwingt die EU vielen Staaten Freihandelsverträge auf und ruiniert mit Billigexporten dann Millionen Kleinbäuer*innen.
Für uns ist klar: In einem solidarischen Europa sind gerechter Handel, Menschen- und
Bauernrechte nicht verhandelbar!
In dem Vortrag wird Dr. Philipp Weckenbrock unter anderem auf die folgenden Fragen eingehen: Welche Probleme verursacht die industrielle Landwirtschaft? Was sind Konzepte für eine zukunftsfähige Landwirtschaft? Wie können wir Veränderungen erreichen?

Dr. Philipp Weckenbrock ist Mitarbeiter am Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung im
Bereich Ökolandbau der Uni Gießen. Er engagiert sich bei den Agronauten, die sich für
weitreichende Veränderungen im Bereich der Landwirtschaft einsetzen.

Veranstalter: attac, Kulturelle Aktion Marburg – Strömungen, Buchhandlung Roter Stern, Greenpeace, Gartenwerkstadt, SoLaWi, Weltladen Marburg


Bus zur Demo nach Berlin
Abfahrt: Sa. 19.1. 4 Uhr, Krummbogen
Ankunft: Sa. 19.1. ca. 23 Uhr
Preis: Selbsteinschätzung (Richtwert 32€)
Anmeldung: jannik.schestag@googlemail.com
Weitere Infos: www.wir-haben-es-satt.de

Lesung „Marielas Traum“ mit der Autorin Alexandra Huck

Im Rahmen der 12. SEMANA LATINA

„Eher fließt das Wasser flussaufwärts, als dass ein Vertriebener sein Land zurückbekommt – oder dass ein General für seine Verbrechen ins Gefängnis geht“, sagt der alte Eugenio, Marielas Vater.

Mariela und die Menschen in ihrem Dorf stehen einer erdrückenden Übermacht gegenüber. Doch sie sind entschlossen, den Kampf um ihr Land aufzunehmen.  

Der Roman erzählt nicht nur die Geschichte von Marielas persönlichem Kampf für Gerechtigkeit sondern erzählt auch davon, wie Menschen inmitten des Krieges in Kolumbien die Hoffnung aufrecht erhalten.

Mariela wächst an den Ufern des Chitandó auf, wo ihre Eltern im kolumbianischen Dschungel ein Stück Land urbar gemacht haben. Immer weiter dringen indes Paramilitärs in die Region vor. Sie haben auch Marielas Vettern Jhon und Alexis im Visier. Brutal vertreiben die bewaffneten Männer die Menschen aus Marielas Dorf. Und Oberst Montenegro und sein Verbündeter Héctor setzen alles daran, dass die Dorfbewohner niemals an den Chitandó zurückkehren.

Doch Mariela und die Ihren sind nicht allein. Der erfahrene Anwalt Felipe hilft ihnen, ihr Recht auf das Land am Chitandó einzuklagen. Felipe will die Verantwortlichen für Mord und Vertreibung vor Gericht bringen – und fordert damit mächtige Interessen heraus.
Wie gefährlich das ist, lernt schnell auch die junge Deutsche Beata. Sie war  eigentlich nur für ein Praktikum bei Felipe und seinen Kollegen nach Kolumbien gekommen. Aber die Menschen vom Chitandó wachsen Beata ans Herz, und ihr wird klar, dass die Plantagen, die auf dem geraubten Land angelegt werden, auch für den europäischen Markt produzieren werden.

Der Roman erzählt nicht nur die Geschichte von Marielas persönlichem Kampf für Gerechtigkeit sondern erzählt auch davon, wie Menschen inmitten des bewaffneten Konfliktes in Kolumbien die Hoffnung aufrecht erhalten. Nicht nur Mariela, sondern viele Kleinbäuer_innen weltweit sind von „Landgrabbing“ betroffen und in ihrer Existenz bedroht.

Alexandra Huck wurde 1969 in Baden-Württemberg geboren und hat Politikwissenschaft, Romanistik und Volkswirtschaftslehre studiert. In Kolumbien war sie 1999 zum ersten Mal als Freiwillige mit Peace Brigades International (PBI) und ist seither vielfach dorthin gereist, u.a. zu Recherchen für Marielas Traum.
Seit mehr als zehn Jahren lebt Alexandra Huck in Berlin und hat in dieser Zeit verschiedentlich Sachtexte zu Kolumbien verfasst. Mit Marielas Traum legt sie ihren ersten Roman vor. Sie arbeitet bei der Organisation kolko – Menschenrechte für Kolumbien e.V.

 

PREDA-Theater „Once we had a Dream“ mit Jugendlichen der philippinischen Kinderrechtsorganisation in Marburg

Das Musical-Drama „Once we had a Dream“ wurde von der PREDA-Jugendorganisation AKBAY entwickelt, erneuert und um eigene Texte der jugendlichen Schauspieler/innen ergänzt. Es thematisiert  den Einsatz PREDAs für die Rechte von Kindern und Jugendlichen, greift die Lebensgeschichten der jungen Menschen in den PREDA-Therapiezentren und die eigenen Erfahrungen der Schauspieler/innen mit ihren Träumen, Visionen und Enttäuschungen auf.

PREDA ist eine Kinder- & Menschenrechtsorganisation auf den Philippinen. Pater Shay Cullen, ein Priester des irischen St. Columban Ordens, gründete die Stiftung 1974 mit M. Ramirez und Alex C. Hermoso, um drogenabhängigen Jugendlichen, Straßenkindern sowie Missbrauchsopfern im korrupten Marcos- Regime zu helfen. Heute arbeitet PREDA mit insgesamt 12 Projekten auf internationaler Ebene. Durch den Fairen Handel (z.B. Mangoproduktreihe im Weltladen) sollen Armut und Ausbeutung gelindert, Schutz für sexuell Missbrauchte erkämpft & Schwachen sowie Schutzlosen geholfen werden. Nach 2014, 2015 und 2016 wird der Preda Freundeskreis e.V. auch dieses Jahr wieder mit der PREDA/AKBAY Theatergruppe durch Deutschland und Österreich touren.

Am 10. September treten sie um 19 Uhr in der Marburger Waggonhalle auf, organisiert vom Weltladen Marburg.

Kartenvorverkauf nur im Weltladen Marburg (10€/ 5 €)

FÄLLT AUS Honduras – Widerstand gegen ein autoritäres Regime

Bild: Hondurasdelegation

FÄLLT AUS

Vortrag und Diskussion mit Rita Trautmann (HondurasDelegation)

Honduras erlebt seit dem Putsch von 2009 eine Zeit des neoliberalen Ausverkaufs, einer prekären Situation von Mitgliedern sozialer Bewegungen, Menschenrechts- und Umweltaktivist*innen und die fortschreitende Konsolidierung eines autoritären Regimes.
Nach den Wahlen Ende 2017 hat sich die Lage weiter verschärft. Über 35 Menschen sind im
Zuge der Proteste gegen die verfassungswidrige Wiederwahl des Präsidenten Hernández
umgekommen; die meisten von ihnen durch staatliche Gewalt. Die Polizei und Militärpolizei
hat im Zuge der Niederschlagung der Proteste regelrechte Menschenjagden auf führende Personen sozialer Bewegungen gemacht, vor allem auf diejenigen, die sich dem neoliberalen
Ausverkauf des Landes entgegenstellen. Die Veranstaltung beleuchtet aktuelle soziale
Kämpfe, die anhaltenden Proteste nach den Wahlen und die internationale Solidaritätsarbeit.

Rita Trautmann gehört dem Solidaritätsnetzwerk HondurasDelegation
(http://hondurasdelegation.blogspot.de/) und kennt das Land seit mehr als 15 Jahren. Nach der Wahl 2017 war sie als Menschenrechtsbegleiterin vor Ort.

Veranstalter: attac Marburg, Weltladen Marburg