Schlagwort-Archive: Vietnam

Vietnam in der Weltwirtschaft – Eine Erfolgsgeschichte?

Veranstaltungsreihe Vietnam

Vortrag und Diskussion mit Thomas Dürmeier
(Goliathwatch/attac)

Vietnam gilt heute als Schwellenland. Das Land trat 2007 der Welthandelsorganisation WTO bei und schloss 2015 ein Freihandelsabkommen mit der EU.
War der Weg Vietnams in die Weltwirtschaft eine Erfolgsgeschichte?
Wurde es dadurch zu einem Spielball globaler Konzerne oder ist es auf einem nachhaltigen Weg zu Wohlstand für alle?
Thomas Dürmeier bietet einen vielschichtigen Blick auf Geschichte und Status Quo des Landes, der viel zum Verständnis beitragen will: über Vietnam, über uns und die kapitalistische Globalisierung.

 

Dr. Thomas Dürmeier ist geschäftsführender Vorstand und Campaigner bei Goliathwatch. Goliathwatch ist ein gemeinnütziger Verein, der die Macht von Konzernen sichtbar macht. Außerdem ist Dürmeier im wissenschaftlichen Beirat von Attac Deutschland.

 

Die Veranstaltungen werden gefördert durch Brot für die Welt, den Katholischen Fonds und das Land Hessen. Gefördert von ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des BMZ. Für den Inhalt ist allein die Initiative Solidarische Welt verantwortlich.

  

Vietnamkrieg: Dokumentarfilm „Hai Tam erzählt“ (1987) zum Thema Agent Orange

Bildquelle: National Museum of the US Air Force, 1960er

Veranstaltungsreihe Vietnam

Filmvorführung und Gespräch mit dem Filmemacher
Günter Giesenfeld (Freundschaftsgesellschaft Vietnam)

1961 begann der Einsatz von Chemiewaffen der USA in Südvietnam. Dem Russell-
Kriegstribunal zufolge vernichtete das überwiegend eingesetzte, in den USA verbotene
Herbizid Agent Orange bis 1969 über 900.000 Hektar Land, 75 Prozent der Reisernte,
90 Prozent des Gemüseanbaus und über die Hälfte der Wälder. 17 Millionen Menschen waren dem Gift ausgesetzt. Nach bisherigen Kenntnissen wurden über 3 Millionen Menschen schwer geschädigt, 1 Millionen Leukämieerkrankungen und über 100.000 Geburtsschäden verzeichnet. Der Film dokumentiert aus der Sicht eines Zeitzeugen die Folgen des Gifteinsatzes, die bis in die dritte Nachkriegsgeneration andauern.
Im Anschluss wollen wir den Film in seine Entstehungszeit einbetten und über das
Agent- Orange-Erbe sowie die erfolglose Klage von Betroffenen an US-amerikanische
Chemie-Konzerne diskutieren.

 

Günter Giesenfeld ist Germanist, Film- und Medienwissenschaftler, emeritierter Hochschullehrer, Übersetzer und Filmregisseur. Er ist außerdem Vorsitzender der Freundschaftsgesellschaft Vietnam.

 

Die Veranstaltungen werden gefördert durch Brot für die Welt, den Katholischen Fonds und das Land Hessen. Gefördert von ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des BMZ. Für den Inhalt ist allein die Initiative Solidarische Welt verantwortlich.

Ethnische Minderheiten in Vietnam

Veranstaltungsreihe Vietnam

Vortrag und Diskussion mit Sarah Grieß (INKOTA e.V., Berlin)

Mit 53 staatlich anerkannten Minderheiten ist Vietnam ein multiethnisches Land. Diese Diversität spiegelt sich jedoch nicht nur im Gebrauch unterschiedlicher Sprachen und kultureller Praktiken wider, sondern auch in der jeweiligen Einkommenssituation. Denn nach wie vor sind es vor allem die ethnischen Minderheiten, die in besonderem Maße von Armut bedroht sind – obwohl sie nur rund 15% der Gesamtbevölkerung Vietnams ausmachen.
Viele von ihnen leben in entlegenen Gebieten im nördlichen und zentralen Hochland und generieren ihr kärgliches Einkommen vor allem aus der Landwirtschaft. Eine besondere Herausforderung stellt dabei der begrenzte Zugang zu fruchtbarem Ackerland dar. Denn aufgrund degradierter Böden sinkt die Produktivität stetig. Zudem werden immer wieder ganze Gemeinden wegen größerer Infrastrukturvorhaben umgesiedelt ohne eine angemessene Entschädigung zu erhalten und müssen sich dann in einer völlig anderen Umgebung neu zurechtfinden. Die vietnamesische Regierung hat in den letzten Jahren verschiedene Anstrengungen unternommen, die Lebenssituation der ethnischen Minderheiten zu verbessern – allerdings mit nur mäßigem Erfolg. Noch immer ist ihr Zugang zu Bildung- und Gesundheitseinrichtungen stark eingeschränkt, ihre Anbindung an lokale Märkte limitiert. Diskriminierungen sozialer, kultureller und politischer Art erschweren die Situation zusätzlich. Am Beispiel einer kleinen Gemeinde im nördlichen Zentralvietnam soll die Situation ethnischer Minderheiten in Vietnam näher beleuchtet werden. Es wird der Frage nachgegangen, mit welchen gesellschaftlichen Herausforderungen sie konfrontiert sind, wo die Ursachen hierfür liegen und welche Anknüpfungspunkte es gibt, diese zu überwinden.

 

Sarah Grieß war Juniorberaterin beim DED (Deutscher Entwicklungsdienst) in Hanoi und hat in diesem Rahmen mit verschiedenen lokalen Organisationen im nördlichen und zentralen Vietnam gearbeitet. Aktuell ist sie bei INKOTA Projektreferentin Südostasien und betreut Projekte in Vietnam.

 

Die Veranstaltungen werden gefördert durch Brot für die Welt, den Katholischen Fonds und das Land Hessen. Gefördert von ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des BMZ. Für den Inhalt ist allein die Initiative Solidarische Welt verantwortlich.

 

Ernährung und Kochen in Vietnam

Veranstaltungsreihe Vietnam

Gemeinsames Essen und Kurzvortrag mit Nhu Phuc Pham

Anhand verschiedener Rezepte wird Nhu Phuc Pham einen Teil der vielfältigen vietnamesischen Küche vorstellen. Es wird Frühlings- und Sommerrollen, Glas- und Reisnudelsalat (vegan/vegetarisch) zum gemeinsamen essen geben. Herr Pham wird außerdem eine  Einführung in die vietnamesische Landesküche geben und zum Gespräch bereitstehen.

1951 in Vietnam geboren, lebt Nhu Phuc Pham seit Ende 1970 in Deutschland. 25 Jahre arbeitete er als ausgebildeter Koch, führte zeitweise ein eigenes Restaurant und war zuletzt im Betriebsrestaurant der Commerzbank in Frankfurt tätig. Seit 2016 ist er in Rente.

 

Die Veranstaltungen werden gefördert durch Brot für die Welt, den Katholischen Fonds und das Land Hessen. Gefördert von ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des BMZ. Für den Inhalt ist allein die Initiative Solidarische Welt verantwortlich.

Migrationsgeschichte von Vietnames*innen in Deutschland

Veranstaltungsreihe Vietnam

Vortrag und Diskussion mit Tamara Hentschel
(Geschäftsführerin Reistrommel e.V.)

Nach Ende des Vietnamkriegs kamen mehrere Zehntausend Vietnames*innen nach Deutschland. In der BRD suchten die sog. Boatpeople Zuflucht und eine sichere Zukunft. In der
ehemaligen DDR wurden die Vertragsarbeiter*innen angeworben. Sie sollten eine begrenzte Zeit im „Bruderstaat“ bleiben und mit der dort erworbenen beruflichen Qualifikation zum Aufbau der Sozialistischen Republik Vietnam beitragen.
Tamara Hentschel wird in ihrem Vortrag die Hintergründe und die Aufenthaltsbedingungen der
Vertragsarbeiter*innen genauer beleuchten. Auch wird sie die Situation nach der deutschen Wiedervereinigung darstellten.
Der deutsch-vietnamesische Verein Reistrommel e.V. in Berlin berät und unterstützt seit
25 Jahren vietnamesische Migrant*innen mit seiner interkulturellen Arbeit.

Tamara Hentschel hat Reistrommel e.V. mitgegründet und ist dessen Geschäftsführerin in Berlin.

 

Die Veranstaltungen werden gefördert durch Brot für die Welt, den Katholischen Fonds und das Land Hessen. Gefördert von ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des BMZ. Für den Inhalt ist allein die Initiative Solidarische Welt verantwortlich.